Maximilian Jungmann (Foto: IMAGO / BeckerBredel)

Saarländer Max Jungmann bei Weltklimakonferenz

  04.11.2022 | 06:31 Uhr

Am Sonntag beginnt im ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich die Weltklimakonferenz. Bis zum 18. November werden dort Politiker, Wissenschaftler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen um die Umsetzung des Klimaabkommens von Paris ringen. Auch der gebürtige Fischbacher Max Jungmann wird dabei sein.

„Together for Implementation“ (Gemeinsam für die Umsetzung): So lautet der Titel der diesjährigen Weltklimakonferenz im ägyptischen Scharm El-Scheich. Rund 30.000 Teilnehmer aus fast 200 Staaten werden von Sonntag an bis zum 18. November versuchen, Schritte in Richtung mehr Klimaschutz auszuhandeln.

Der Saarländer Max Jungmann wird über die Universität Heidelberg als Official Observer vor Ort sein. „Als offizieller Verhandlungsbeobachter schaue ich mir an, wie die Verhandlungen verlaufen, wo es hapert und was getan werden muss, damit es in Zukunft hoffentlich besser läuft“, sagt der gebürtige Fischbacher. Außerdem werde er mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sprechen und habe noch eigene Veranstaltungen vor Ort.

Saarländer Max Jungmann auf der Weltklimakonferenz in Ägypten
Audio [SR 3, Frank Hofmann und Max Jungmann, 04.11.2022, Länge: 03:23 Min.]
Saarländer Max Jungmann auf der Weltklimakonferenz in Ägypten

Folgen des Klimawandels

Jungmann hofft dabei, dass sowohl die Ziele, die sich die einzelnen Staaten setzen, als auch die tatsächliche Umsetzung gesteigert werden. Seiner Meinung nach muss auch viel mehr im Bereich Anpassung gemacht werden, weil die Folgen des Klimawandels schon heute spürbar seien – zum Beispiel nach Stürmen und anderen Extremwetterereignissen.

Gespannt ist der Saarländer zum Beispiel darauf, wie Russland auftreten wird und welche Rolle die USA und China einnehmen werden – wobei die Rolle der Staaten bei so einer Klimakonferenz eine andere sei, als wenn es beispielsweise um reine Sicherheitsthemen gehe.

Besonders schwierig wird seiner Einschätzung nach die Situation mit Blick auf die globale Wirtschaftskrise sein – Inflation, Corona und verschobene Prioritäten. „Das sehen wir ja auch zum Teil in Deutschland, wie Entscheidungen auch teilweise zu Lasten des Klimas getroffen werden“, so Jungmann.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "Guten Morgen" am 04.11.2022 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet. 

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