Europaflagge weht im Wind (Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Rund 150 Menschen beim Marsch für Europa

  24.03.2019 | 17:52 Uhr

In Saarbrücken haben am Sonntag rund 150 Menschen für Europa und mehr Toleranz demonstriert. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Nachmittag auf dem zentralen St. Johanner Markt und zogen durch die Innenstadt.

Der Europa-Abgeordnete Jo Leinen (SPD) und der saarländische Europa-Staatsekretär Roland Theis (CDU) unterstrichen die Bedeutung der Europa-Wahl vom 23. bis 26. Mai. Leinen sagte bei der Auftaktkundgebung, Flagge-Zeigen für Europa sei gerade in einer Zeit von Rechtspopulismus und Fremdenhass angesagter denn je. Der Brexit sei für viele ein „Hallo-Wach“ gewesen. Europa sei dringend notwendig, um einen fairen Wettbewerb zu erreichen und Werte in der Welt zu vermitteln, sagte Leinen mit Blick auf den derzeitigen Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Europa.

„Wir wollen Europa besser machen“, rief Theis, der auch Spitzenkandidat der Saar-CDU zur Europawahl ist. Man dürfe Europa nicht anderen Kräften überlassen. Er begrüßte, dass auch Vertreter anderer Partei zur Kundgebung kamen. Unter den Demonstranten waren unter anderen Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) und FDP-Landeschef Oliver Luksic.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 24.03.2019, Länge: 4:12 Min.]
Marsch für Europa in Saarbrücken

March4Europe

Zu dem Marsch hatten die Europa-Union Saar und die Jungen Europäischen Föderalisten Saar eingeladen. Das Motto lautete: „Nein zu Populismus, Nein zu Abspaltung, Nein zu Hass und Gewalt! Wir marschieren für Freiheit, Toleranz, Solidarität, Fairness, Gleichheit und soziale Rechte“. Mit dem Marsch wollten die Veranstalter ein Zeichen gegen nationalistische und EU-feindliche Kräfte setzen. „Europa ist in Gefahr“, sagte Timo Stockhorst, Mitglied der Jungen Europäischen Föderalisten. „Überall in Europa erstarken die Populisten, die Nationalisten und auch die Rechten. Sie wollen Europa kaputtmachen, sie wollen es zerstören, weil sie der Meinung sind, dass sie selbst mehr Macht bekommen.“ Das dürfe man nicht zulassen.  

Zeitgleich fanden den Angaben zufolge in mehreren europäischen Städten Demonstrationen unter dem Titel #March4Europe statt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.03.2019 berichtet.

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