Krankenhäuser im Saarland: Marienhausklinik in Losheim (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Ausbau des Losheimer Krankenhauses statt Nordsaarlandklinik

mit Informationen von Nelly Theobald   31.03.2020 | 20:10 Uhr

Die Marienhaus Unternehmensgruppe schlägt als Alternative zu einer Nordsaarlandklinik vor, ihre Krankenhaus in Losheim nach der Coronakrise auszubauen. Die Marienhaus Unternehmensgruppe geht von einer Bauzeit von insgesamt 2,5 Jahren aus.

"Es zeichnet sich eher ab, dass bestehende Kliniken ausgebaut werden"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Gerd Heger / Nelly Theobald, 03.04.2020, Länge: 03:40 Min.]
"Es zeichnet sich eher ab, dass bestehende Kliniken ausgebaut werden"

Zunächst soll eine chirurgische Abteilung eingerichtet werden. Damit das Krankenhaus an der Basisversorgung teilnehmen kann. Ein Anbau mit 60 bis 80 Betten für rund 25 Millionen soll folgen, eine Abteilung für Altersmedizin etabliert werden. Das gehe aber nur mit Fördermitteln des Landes.

Konservative Orthopädie wechselt nach St. Wendel

Die Station der Konservativen Orthopädie in Losheim wechselt in diesen Tagen nach St. Wendel, weil die Klinik in Losheim nach Unternehmensangaben eines der Krankenhäuser wird, in denen vor allem Corona-Patienten behandelt werden sollen. Die Konservative Orthopädie würde bei einem Ausbau Losheims auch in St. Wendel bleiben. Dazu seien aber Umbaumaßnahmen nötig, die weitere sieben Millionen kosten würden.

Am Dienstag endete das Interessenbekundungsverfahren, mit dem das Land einen Investor für eine Nordsaarlandklinik gesucht hat. Sollte die Nordsaarlandklinik kommen, geht die Marienhaus-Gruppe davon aus, dass die Krankenhäuser in Losheim und Hermeskeil zwangsläufig geschlossen werden müssen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 31.03.2020.

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