Krankenhäuser im Saarland: Marienhausklinik in Ottweiler (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Marienhausklinik Ottweiler schließt früher

Renate Wanninger   29.04.2020 | 15:33 Uhr

Die Marienhausklinik Ottweiler wird bis Ende des Jahres mit dem Marienkrankenhaus St. Wendel zusammengelegt. Das teilt die Marienhaus-Gesellschaft in ihrem hauseigenen Magazin "Echo" mit. Darin heißt es, das dazugehörige Standort-Konzept habe der Träger bereits Ende März dem Gesundheitsministerium vorgelegt.

Die wichtigste Botschaft sei, so die Marienhaus GmbH, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Der Umzug, der eigentlich erst zum Ende des kommenden Jahres erfolgen sollte, sei durch die Umstände während der Corona-Krise beschleunigt worden.

Viele Abteilungen bereits verlegt

So sei die Marienhausklinik Ottweiler als Corona-Standort ausgewiesen worden und die Abteilungen Gefäßchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie bereits Ende März nach St. Wendel umgezogen. Bis Ende des Jahres sei es auch möglich, die Kardiologie nach St. Wendel zu verlegen. Hierfür müsse man noch Platz für das Herzkatheterlabor schaffen.

Der coronabedingte Umzug der Marienhausklinik nach St. Wendel war bereits von der CDU kritisiert worden, weil man befürchtete, dass die Marienhaus GmbH das nutzen würden, um den Standort Ottweiler früher zu schließen. Man warf dem Träger vor, den Umzug so auch noch kostengünstig über das THW abzuwickeln.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 29.04.2020.

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