Eine Person hält ein Holzkreuz in der Hand. (Foto: dpa/Matthias Schrader)

Nachwuchs an Priestern und Pfarrern im Saarland fehlt

Jürgen Rinner / Onlinefassung: Daniel Dresen   18.09.2020 | 19:45 Uhr

Die für das Saarland relevanten Bistümer Trier und Speyer rechnen in den nächsten zehn Jahren mit einem drastischen Priestermangel. Auch die Evangelische Kirche verzeichnet einen Mangel an saarländischen Pfarrern.

Im Bistum Speyer gibt es nach eigenen Angaben derzeit 137 Priester. Vor zehn Jahren seien es 25 bis 30 mehr gewesen. In den nächsten zehn Jahren würden rund 200 Personen aus dem pastoralen Bereich in den Ruhestand gehen.

Zölibat ein Problem

Im Bistum Trier gebe es rund 300 Priester. Bischof Stephan Ackermann rechnet bis 2030 mit einem Rückgang um die Hälfte. Als ein Grund gilt der Zölibat.

Aber auch die Evangelische Kirche verzeichnet einen Mangel an Pfarrern. So müssen teilweise Gemeinden der Evangelischen Kirchenkreise an der Saar ehrenamtliche Prädikanten und Ruhestandspfarrer für die Weihnachtsgottesdienste einsetzen, um die Zahl der angebotenen Gottesdienste erhöhen zu können, die den Ansturm auf die Kirchen in Corona-Zeiten entzerren sollen.

Weniger Mitglieder

Die Kirchenaustritte insgesamt lagen 2019 auf sehr hohem Niveau. Laut einer Studie der Universität Freiburg könnte die Mitgliederzahl bis zum Jahr 2060 um die Hälfte sinken.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktueller bericht" im SR Fernsehen vom 18.09.2020 berichtet.

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