Demonstranten bei der Demo "Bunt statt Braun" (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

600 Menschen demonstrieren für Seenotrettung

Simin Sadeghi / Onlinefassung: Anne Staut   19.07.2018 | 18:23 Uhr

Gut 600 Menschen haben nach Angaben der Polizei am frühen Abend vor der Europagalerie in Saarbrücken gegen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union und der Bundesregierung demonstriert. Sie fordern, das Sterben im Mittelmeer zu beenden.

"Flucht ist kein Verbrechen" und "Flüchtlinge vorm Ertrinken retten!" steht auf den vielen Plakaten der Demonstranten. Mit dabei: Vertreter der Arbeiterwohlfahrt, Flüchtlingsverbände, aber auch viele, die der Einladung des Aktionsbündnisses "Bunt statt Braun" über Facebook gefolgt sind. Los ging es mit einer Gedenkminute für die 1600 Menschen, die laut Organisatoren allein diesem Sommer schon auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen sind.

Video [aktueller bericht, 19.07.2018, ab Min. 17:30]
Nachrichten

Das muss ein Ende haben, sagt Philipp Weis vom Aktionbündnis "Bunt statt Braun". Zudem fordern er und die anderen Demonstranten die Europäische Union auf, die Arbeit von Seenotrettern zu unterstützen, statt zu erschweren.

Deutschlandweite Demonstrationen

600 Menschen demonstrieren für Seenotrettung
Audio [SR 3, Isabel Heine, 20.07.2018, Länge: 03:11 Min.]
600 Menschen demonstrieren für Seenotrettung

Damit schließen sie sich an das bundesweite Bündnis Seebrücke an, das in ganz Deutschland Proteste gegen die aktuelle Asylpolitik organisiert. Auslöser war der Streit in der Union über die Asylpolitk der Bundesregierung und die tagelange Irrfahrt des Rettungsschiffes "Lifeline" mit gut 230 Geretteten auf dem Mittelmeer.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 19.07.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen