Facebook-Post von David Maaß (Foto: SR)

Maaß plädiert für Versachlichung

  06.03.2020 | 14:19 Uhr

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Saarland, David Maaß, hält auch nach dem Gespräch mit dem Landespolizeipräsidium inhaltlich an seinem AfD-kritischen Facebookpost fest, mahnt aber zur Versachlichung. Es müsse wieder um den Inhalt des Posts gehen, nicht um seine rechtliche Bewertung.

„Das Saarland dreht sich im Kreis und ist derzeit weit weg von meiner Kernbotschaft, die ich als Bürger in Uniform in die Gesellschaft steuern wollte“, sagte Maaß im Anschluss an das Gespräch. „Ich habe mich mit reinstem Gewissen positioniert und nehme alle beamtenrechtlichen Konsequenzen mit vollster Überzeugung in Kauf.“

Der GdP-Landeschef hatte nach dem Terroranschlag von Hanau die AfD als "geistige Brandstifterin" und als "Schande für Deutschland" bezeichnet. Dafür hatte er zwar zunächst Rückendeckung erhalten, später gab es jedoch Kritik. Das Innenministerium kam zu dem Schluss, dass er gegen geltendes Recht verstoßen habe. Die Bundeszentrale der GdP teilt diese Rechtsauffassung nicht.

Maaß kündigte an, das Bild aus dem Facebookpost zu löschen – die Botschaft selbst aber soll bleiben.

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