Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Luxemburg beschließt Glyphosat-Verbot

  16.01.2020 | 16:32 Uhr

Luxemburg verbietet ab Anfang kommenden Jahres den Einsatz und Verkauf des Unkrautvernichters Glyphosat. Wie das Luxemburger Wort berichtet, hat dies Landwirtschaftsminister Schneider angekündigt. Das Verbot gelte sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen.

Luxemburgs Landwirtschaftsminister Romain Schneider sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, von 1005 landwirtschaftlichen Betrieben verzichteten 592 bereits heute freiwillig auf den Einsatz von Glyphosat. Dafür erhalten sie vom Ministerium im Rahmen der Landschaftspflege finanzielle Unterstützung. Bauern bekommen pro Hektar 30 Euro, Winzer 50 und Obstbauern 100 Euro. Der Weinbau kommt nach den Worten des Ministers bereits jetzt ganz ohne Glyphosat aus.

Insgesamt werden in der Luxemburger Landwirtschaft pro Jahr rund 13,6 Tonnen Glyphosat eingesetzt. In Frankreich soll das Pflanzenschutzmittel bis 2021 vom Markt genommen werden, in Deutschland ist ein Verbot ab 2024 geplant – mit dem Ende der EU-weiten Zulassung. Der Einsatz soll allerdings schon vorher eingeschränkt werden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 16.01.2019 berichtet.

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