Am 7. April 2021 sitzen Menschen im Außenbereich eines Luxemburger Restaurants. (Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP/Pierre Heckler)

Luxemburg öffnet Restaurants und Cafés

Axel Wagner   05.05.2021 | 17:27 Uhr

In Luxemburg soll es ab 16. Mai trotz hoher Infektionszahlen einen vorsichtigen, kleinen Schritt zurück in Richtung Normalität geben. Unter anderem sollen Restaurants wieder bis 22.00 Uhr komplett öffnen dürfen – allerdings mit Einschränkungen.

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert haben am Mittwoch Lockerungen für die Gastronomie und für Treffen im privaten Bereich angekündigt. Demnach dürfen Privathaushalte ab dem 16. Mai vier statt bislang zwei Personen zu sich einladen. Handelt es sich bei den Gästen um eine Familie aus einem Haushalt, dürfen auch mehr als vier Personen kommen – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Das Parlament muss den neuen Regelungen noch zustimmen.

Vorsichtige Schritte

Bettel verwies jedoch darauf, dass die Lockerungen im Großherzogtum unter Vorbehalt stehen. „Nur weil wir heute Lockerungen ankündigen, heißt das nicht, dass wir in Zukunft nicht die Handbremse ziehen müssen“, sagte der Premierminister am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz. Auch auf einen festen Fahrplan wie in Frankreich will sich Bettel nicht festlegen.

Restaurants und Cafés dürfen in Luxemburg ab dem 16. Mai wieder bis 22.00 Uhr öffnen und Gäste empfangen – drinnen wie draußen. Voraussetzung für die Innengastronomie ist allerdings ein negativer Corona-Schnelltest. „Negative Auswirkungen auf die Infektionszahlen wurden nach der Öffnung der Terrassen nämlich nicht festgestellt“, so Bettel.

Ausgangssperre verkürzt

Bis zu vier Personen dürfen sich dann an einen Tisch setzen, wobei auch hier die Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin gelten. Dazu will die Luxemburger Regierung 500.000 Schnelltests unter den Horeca-Betrieben (Horeca: Hotels, Restaurants, Cafés) verteilen.

Die Ausgangssperre in Luxemburg soll um eine Stunde verkürzt werden und künftig nur noch von 0.00 bis 6.00 Uhr gelten. Veranstaltungen mit bis zu 150 Personen sollen künftig möglich sein, bei Pilotprojekten etwa im Sportbereich sind mit Sondergenehmigung sogar bis zu 1000 Zuschauer zugelassen. Im Kulturbereich dürfen mit den Lockerungen bis zu 40 Musiker im Freien spielen.

24,3 Prozent mit Erstimpfung

Die 7-Tage-Inzidenz in Luxemburg lag am Mittwoch bei 167,4 und bleibt damit auf hohem Niveau, ebenso wie die Zahl der durchgeführten Tests. Die Zahl der aktiv Infizierten lag am Dienstag bei 2607 – seit Anfang April ist hier eine leicht fallende Tendenz zu beobachten. 24,3 Prozent der Luxemburger haben inzwischen ihre erste Corona-Impfung erhalten, 8,7 Prozent die zweite Dosis.

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