Elektronische Sirene (Foto: picture alliance/dpa/Horst Galuschka)

Luxemburg prüft Einsatzmöglichkeiten von Sirenen

Axel Wagner   21.08.2021 | 21:31 Uhr

Einen Monat nach der Hochwasserkatastrophe, die auch Luxemburg getroffen hat, prüft das Großherzogtum, ob seine Sirenen auch für die Warnung vor Hochwasser genutzt werden können. Bislang sind die Sirenen nur für den Fall eines Atomunfalls im französischen AKW Cattenom vorgesehen.

In Luxemburg ist in jeder Gemeinde eine Sirene installiert. Dieses Alarmsystem ist bislang fast ausschließlich dazu gedacht, die Bevölkerung im Falle eines Unfalls im Atomkraftwerk Cattenom zu warnen. Nach der Hochwasserkatastrophe vor gut einem Monat setzt aber nun ein Umdenken ein.

Schwere Schäden

Zwar gab es in Luxemburg, anders als in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Belgien, keine Toten und Verletzten. Aber da sich ähnliche Naturkatastrophen angesichts der globalen Erwärmung in den kommenden Jahren wiederholen dürften, denkt die Regierung des Großherzogtums über weitere Schutzmaßnahmen nach.

Innenministerin Tiana Bofferding antwortete auf eine parlamentarische Anfrage in der Luxemburger Abgeordnetenkammer, die Regierung unterstütze die Idee, die Sirenen in Zukunft auch für andere Notfälle zu nutzen.

Auch andere Maßnahmen

Allerdings gebe es derzeit kein eigenes Warnsignal für Überflutungen, so Bofferding. Ähnlich wie in Deutschland gab es auch in Luxemburg Kritik wegen zu später Warnungen. Außerdem will das Großherzogtum auch seine übrige Infrastruktur anpassen. Im Gespräch sind Medienberichten zufolge Rückhaltebecken für die Alzette und die Sauer, aber auch Renaturierungsprojekte.

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