Grafik: Coroanvirus, Mutationen (Foto: Imago/Alexander Limbach)

Deltavariante breitet sich in Grand Est und Luxemburg aus

Axel Wagner   25.06.2021 | 19:07 Uhr

Auch wenn die Inzidenzen weiterhin niedrig bleiben: Die Deltavariante des Coronavirus breitet sich bei unseren Nachbarn in Luxemburg und Grand Est weiter aus. In Grand Est machen sie bereits 12,1 Prozent der Neuinfektionen aus, im Großherzogtum sogar 35 Prozent.

In der französischen Region Grand Est werden nach wie vor überwiegend Neuinfektionen mit der Alpha- und der Betavariante (also B.1.1.7 und B.1.351) registriert. Allerdings gab es nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde ARS zwischen dem 14. und 20. Juni 70 Neuinfektionen (Vorwoche: 42), bei denen die Deltavariante (B.1.617) vermutet wird, das sind 12,1 Prozent (Vorwoche: 10,7 Prozent). Sie enthalten die Mutation L452R.

Keine Deltavariante in Moselle

Von den 70 Neuinfektionen wurden 50 im Département Bas-Rhin festgestellt, acht in Haut-Rhin. Die übrigen zwölf Infektionen verteilen sich auf die Départements Marne, Meurthe-et-Moselle, Haute-Marne, Vosges, l’Aube und Meuse. Im saarländischen Nachbardépartement Moselle wurde nach ARS-Angaben noch keine Deltavariante entdeckt.

Corona-Schutzmaßnahmen weiter beibehalten
Audio [SR 1, (c) Nina Heck, Dr. Jürgen Rissland, 25.06.2021, Länge: 03:29 Min.]
Corona-Schutzmaßnahmen weiter beibehalten

Anders sieht es in Luxemburg aus. Dort sind zwar die Neuinfektionen vergangene Woche gegenüber der Vorwoche um gut die Hälfte zurückgegangen, allerdings breitet sich die Deltavariante weiter aus. Nach Medienberichten machte sie vergangene Woche 35 Prozent aller positiven Tests aus, in der Vorwoche waren es 30,4 Prozent. Allerdings legte auch die Alphavariante zu, von 47,4 auf 50,5 Prozent. Außerdem wurden vier Fälle der Gammavariante (P.1) registriert.

Die Benennung der Varianten

Die einzelnen Varianten des Coronavirus werden in der Fachwelt nach der Pangolin-Nomenklatur benannt, also zum Beispiel B.1.1.7 und B.1.351. Pangolin steht für „Phylogenetic Assignment of Named Global Outbreak Lineages“, was auf Deutsch so viel heißt wie: „Phylogenetische Zuordnung benannter globaler Ausbruchs-Abstammungslinien“. Dabei handelt es sich um eine Software, die der Erforschung des Coronavirus dient. Die Phylogenetik ist eine Fachrichtung, die sich mit der Erforschung von Abstammungen beschäftigt.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "Stand der Dinge" auf SR1 vom 25.06.2021 berichtet.

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