Ein Luftfiltergerät steht in einem Klassenzimmer. (Foto: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich)

Luftfilter bei weiterführenden Schulen kaum gefragt

Daniel Dresen   30.08.2021 | 16:13 Uhr

Die Nachfrage nach mobilen Luftfiltern ist bei den 96 weiterführenden Schulen im Saarland offensichtlich eher gering. Saarlandweit wurden etwas mehr als 100 Geräte von den Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken angeschafft.

Es gibt deutliche Unterschiede in den Kreisen, was die bestellte Stückzahl der mobilen Luftfilter angeht. So schaffte der Landkreis St. Wendel für seine kreiseigenen Schulen 50 Geräte an, vom Landkreis Merzig-Wadern hingegen wurden nur vier Stück installiert.

Vom Saarpfalz-Kreis wurden 33 Geräte bestellt, vom Regionalverband Saarbrücken rund zehn Stück und vom Landkreis Saarlouis sechs Stück. Der Landkreis Neunkirchen hat sich nach eigenen Angaben bewusst gegen mobile Luftfiltergeräte für die kreiseigenen Schulen entschieden. Vereinzelt seien jedoch in den stationären raumlufttechnischen Anlagen Luftfilter eingebaut worden.

Insgesamt verteilen sich also mehr als 100 mobile Luftfilter auf die 96 weiterführenden Schulen im Saarland (61 Gemeinschaftsschulen und 35 Gymnasien).

Geräte "sperrig und laut"

Der Saarlouiser Landrat Patrik Lauer (SPD) nannte vergangene Woche als Vorsitzender des Saarländischen Landkreistages im SR-Interview mögliche Gründe, warum die Nachfrage bei den weiterführenden Schulen nach Luftfiltern eher gering ist: Die Geräte seien laut und sperrig.

Außerdem könnten die Geräte nicht die Fensterlüftung ersetzen. Daher sollen die Luftfilter nur dort eingesetzt werden, wo keine ausreichende Lüftung gewährleistet ist beziehungsweise nicht durchgehend gelüftet werden kann. Während der Ferien seien laut Lauer "erhebliche Anstrengungen" in den Schulen unternommen worden, die Lüftung in den Klassen zu gewährleisten.

Die Kommunen im Saarland haben laut einer SR-Umfrage bislang mehr als 3000 Luftreiniger für Grundschulen und Kitas angeschafft.

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