Saarbrücker Ludwigsparkstadion (Foto: SR)

Ludwigspark: Stadt prüft Regressforderungen

Thomas Gerber   14.02.2020 | 12:09 Uhr

Nach der jüngsten Kostenexplosion beim Bau des Ludwigsparkstadions prüft die Stadt Saarbrücken Regressforderungen. Bei den Ursprungsplanungen war der Betrieb des Stadions offenbar weitgehend "vergessen" worden.

Ein Sprecher der Stadtverwaltung bestätigte mögliche Regressforderungen auf SR-Anfrage. Gegen wen sich die Schadensersatzansprüche richten könnten, wollte er nicht mitteilen. Mitte der Woche war bekannt geworden, dass es beim Bau des Stadions offenbar erhebliche Planungsfehler gegeben hat. So waren unter anderem keine Kühlzellen für die Nord- und Osttribüne vorgesehen. Es habe sich aber gezeigt, dass "für einen effektiven Gastronomiebetrieb" solche Anlagen erforderlich seien. Die Kosten allein für diese Kühleinrichtungen belaufen sich, so die Vorlage für den Stadtrat, auf 130.000 Euro.

Kosten für die Stadionregie nicht berücksichtigt

Darüberhinaus war in den bisherigen Planungen die sogenannte "Stadionregie" nicht berücksichtigt worden. Zur Steuerung der Videowand und der Beschallungsanlage wurde der Auftrag an ein Dortmunder Unternehmen um 119.000 Euro erhöht. Laut Stadtverwaltung hätten "intensive Gespräche zum Stadionbetrieb" gezeigt, dass man nachsteuern müsse, um das Stadion zu betreiben. Dadurch entstünden Kosten für Maßnahmen, die "sinnvoll und absolut notwendig" seien.

Insgesamt hatte der Stadtrat am Dienstag weitere 5,5 Millionen Euro für den Stadionbau bewilligt. Die Gesamtkosten des ursprünglich mit 16 Millionen Euro veranschlagten Projekts erhöhen sich damit auf 46,5 Millionen Euro.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja