Die Bauarbeiten am Ludwigsparkstadion (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Ludwigspark soll jetzt 38 Millionen Euro kosten

Thomas Gerber   14.02.2019 | 17:34 Uhr

Beim Neubau des Ludwigsparkstadions geht die Stadt Saarbrücken inzwischen von Kosten in Höhe von 38 Millionen Euro aus. Bisher waren lediglich 34 Millionen genannt worden.

Kollegengespräch: "Der FCS muss wohl auch 2020 in Völklingen kicken"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Renate Wanninger/Thomas Gerber, 14.02.2019, Länge: 03:01 Min.]
Kollegengespräch: "Der FCS muss wohl auch 2020 in Völklingen kicken"

Bürgermeister Ralf Latz (SPD) sagte, bei der neuen Summe handele es sich um eine Gesamtkostenrechnung. Darin seien auch Investitionen enthalten, die sich später refinanzieren würden. Latz nannte unter anderem den Bau von acht Kiosken und der Gastronomie, die nach Inbetriebnahme dann verpachtet würden. In den 38 Millionen sei zudem der Einbau einer Rasenheizung enthalten, den man zunächst zurückgestellt hatte. Latz nannte auch einen neuen Fertigstellungstermin - und zwar nicht wie bisher anvisiert Februar sondern Mai 2020.

Kommentar

"Öffentlichkeit wird hinters Licht geführt"
Audio [SR 3, (c) Thomas Gerber, 15.02.2019, Länge: 01:41 Min.]
"Öffentlichkeit wird hinters Licht geführt"
38 Millionen - das ist inzwischen die Zahl, bei der die Baukosten für den neuen Saarbrücker Ludwigspark angekommen sind. Am Donnerstag hatte die Stadt noch mal vier Millionen Euro draufgepackt. Das Projekt schien zu wackeln, wenn nicht gar zu scheitern. Denn vorahnden sind nur 28 Millionen Euro und dass das Innenministerium den angedachten Sonderkredit von nun 10 Millionen Euro genehmigen würde, schien fraglich. CDU-Innenminster Bouillon hatte dazu Vertreter der Stadt um SPD OB Britz zum Stadion-Gipfel geladen. SR-Reporter Thomas Gerber kommentiert.

Stadt und Ministerium einigen sich

Video [aktueller bericht, 14.02.2019, Länge: 3:39 Min.]
Interview mit Innenminister Klaus Bouillon

Die Stadt Saarbrücken und das Innenministerium einigten sich am Donnerstagnachmittag auf das weitere Vorgehen. Mit der neuerlichen Kostenexplosion fehlen der Stadt zehn Millionen Euro, die noch nicht finanziert sind. Dafür sollte ein weiterer Sonderkredit beantragt werden, den das Innenministerium hätte genehmigen müssen. Dieser Sonderkredit ist nun offenbar vom Tisch. Stattdessen wird die Stadt versuchen, das Geld im eigenen Haushalt darzustellen, also an anderen Stellen einzusparen. So sollen Maßnahmen, beispielsweise im Umfeld der Stadtmitte am Fluss, wohl ins Haushaltsjahr 2020 verschoben werden.

Video [aktueller bericht, 14.02.2019, Länge: 2:03 Min.]
Anstieg der Baukosten für das Ludwigsparkstadion auf 38 Millionen Euro

Sondersitzung am Dienstag

Bereits am Dienstag soll in einer Sondersitzung des Stadtrats das neue Finanzierungskonzept und zugleich die Ausschreibung weiterer Bauabschnitte beschlossen werden. Bis dahin haben beide Seiten Vertraulichkeit vereinbart. Wobei alle betonten, man sei auf einem guten Weg. Einen Baustopp für den Ludwigspark werde es nicht geben.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 14.02.2019 berichtet.


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