Luftbildaufnahme des Saarbrücker Ludwigsparkstadion im September 2019 (Foto: Alexander M. Groß)

Ludwigspark: Baufirma wehrt sich gegen Vorwürfe

  27.11.2019 | 20:29 Uhr

Wer ist für die jüngst bekannt gewordene Verzögerung beim Umbau des Ludwigspark-Stadions verantwortlich? Wurden zunächst Probleme bei den Beton-Fundamenten als Grund genannt, wehrt sich nun das dafür verantwortliche Unternehmen und greift die Stadt an. Man wolle sich nicht zum Sündenbock machen lassen.

Es war eine Hiobsbotschaft für die Fans des 1. FC Saarbrücken, als vergangene Woche bekannt geworden war, dass sich der Umbau des Ludwigspark-Stadions weiter verzögern wird. Als Grund wurden von der Stadtverwaltung sogenannte Toleranzabweichungen bei den Beton-Fundamenten genannt. In der Folge sei es nicht möglich, die Tribünendächer wie geplant, sondern erst im Februar, zu montieren.

Das für die Fundamente zuständige Unternehmen, die Peter Gross Bau Holding GmbH aus St. Ingbert, wehrt sich nun gegen die Vorwürfe. Zwar sei es richtig, dass an fünf von insgesamt 32 betroffenen Fundamenten Toleranzen überschritten wurden. Diese Mängel seien aber zeitnah behoben und die eingeleiteten Maßnahmen durch einen Prüfstatiker freigegeben worden. 

"Hätte ohne Zeitverzug weiterlaufen können"

„Die Planung und der gesamte Bau des Daches hätten ohne Zeitverzug weiterlaufen können“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Man wehre sich gegen den Versuch, „uns zum Sündenbock für die organisatorischen Unzulänglichkeiten beim Bau des Stadions zu machen“. Ein deutlicher Vorwurf an den Bauherren: die Stadt Saarbrücken.

Zudem weist das Unternehmen darauf hin, dass der Rohbau der betroffenen Osttribüne bereits Mitte Februar fertiggestellt worden sei. Allerdings habe eine Abnahme erst ein halbes Jahr später stattgefunden – ohne eine Feststellung von Mängeln. Die Abweichungen seien erst durch das Stahlbauunternehmen festgestellt worden, das im Anschluss an die Betonarbeiten mit seiner Arbeit beginnen wollte.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.11.2019 berichtet.

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