Schokolade (Foto: SR)

Tarifeinigung bei Ludwig Schokolade

Axel Wagner   16.08.2019 | 20:46 Uhr

Die knapp 1000 Beschäftigten beim Süßwarenhersteller Ludwig Schokolade in Saarlouis bekommen mit Wirkung zum 1. August mehr Geld. Darauf haben sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) geeinigt. Die Gehälter sollen in zwei Stufen über 24 Monate um insgesamt 5,4 Prozent steigen.

Auch die Ausbildungsvergütungen sollen massiv erhöht werden, darüber hinaus soll es eine Einmalzahlung geben. Das teilte die NGG auf ihrer Internetseite mit. Mit Wirkung zum 1. August steigen die Entgelte um drei Prozent, ein Jahr später um weitere 2,4 Prozent. Dieses Ergebnis haben beide Seiten schon in der ersten Tarifrunde erreicht.

Maximal 152 Überstunden

Außerdem haben die NGG und der Schogetten-Hersteller eine Erhöhung des Belastungsausgleichs vereinbart: Ab der 43. Wochenstunde steigt er auf 20 Prozent, ab der 47. auf 25 Prozent. Auf dem Arbeitszeitkonto dürfen ab 2020 maximal 152 Überstunden auflaufen. Danach soll es ausschließlich Geld geben. Was mit Arbeitszeitkonten geschieht, die über diesem Maximum liegen, soll demnächst verhandelt werden.

Die Ausbildungsvergütung steigt im ersten Jahr um bis zu 14,29 Prozent. Außerdem verpflichtet sich das Unternehmen, Azubis nach ihrer Ausbildung für mindestens ein Jahr in ihrem Beruf zu übernehmen. Nach acht Monaten soll geklärt werden, ob sie auch weiter bleiben können. NGG-Geschäftsführer Mark Baumeister sprach gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ von einem „guten Tarifabschluss“.

Über dieses Thema wurde auch in "aktuell" um 21.45 Uhr am 16.08.2019 berichtet.

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