Mobilfunkmast (Foto: Pixabay/CreepCreep)

Deutlich mehr LTE im Saarland

  20.01.2021 | 16:35 Uhr

Im Saarland sind die LTE-Netze seit 2019 deutlich ausgebaut worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Staatskanzlei in Auftrag gegebene Studie. Demnach seien zwischen Mitte 2019 und 2020 zwei Drittel der LTE-Funklöcher weggefallen.

Die digitale Kluft zwischen Stadt und Land müsse geschlossen werden, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) anlässlich der Vorstellung der Studienergebnisse. Die Unterstützung des Ausbaus durch Land und Bund habe Wirkung gezeigt. „Gerade in ländlichen und grenznahen Ortsteilen hat sich in letzter Zeit viel getan“, so Hans. „Sie sind jetzt weit überwiegend mit LTE versorgt. Die Untersuchung zeigt aber auch auf, in welchen Bereichen weiterer Handlungsbedarf bestehen könnte.“

Die Ergebnisse

  • Mitte 2019 waren noch 1,6 Prozent der saarländischen Haushalte nicht mit LTE versorgt. Dieser Wert sank bis Mitte 2020 auf 0,5 Prozent.
  • Schwerpunktmäßig profitiert haben Bereiche im Norden und Südosten des Landes sowie Ortsteile an der Grenze zu Frankreich.
  • Die Deutsche Telekom erreichte Mitte 2020 mit 99 Prozent aller Haushalte die beste LTE-Abdeckung im Saarland. Dahinter folgten Vodafone mit 96,9 Prozent und Telefónica mit 92,9 Prozent.

Besonderheiten im Grenzgebiet

Als Grund für die bislang schlechte Versorgung im Grenzbereich führt die Staatskanzlei an, dass bislang strenge Grenzwerte für die Überstrahlung ins Nachbarland galten, um ausländische Mobilfunknetze nicht zu stören. Die Netzbetreiber waren gezwungen, die Sendeleistung herunterzuregeln. Das ist nun nicht mehr der Fall.

Ein Blick auf die Ausbaukarte der Telekom zeigt, dass unter anderem noch einzelne Lücken im LTE-Netz im Grenzgebiet zu Luxemburg bei Remich bestehen, außerdem im Grenzgebiet zu Frankreich nahe Völklingen und auf den Spicherer Höhen bei Saarbrücken.

Schwieriger sieht es da schon bei der nächsten Ausbaustufe des mobilen Datenverkehrs aus, dem 5G-Netz. Saarwellingen etwa taucht auf der Telekom-Karte noch als weißer Fleck auf, ebenso große Teile des nordwestlichen Saarlandes und das Gebiet um Oberwürzbach, Niederwürzbach und Blieskastel. Auf Nachfrage teilte die saarländische Landesregierung mit, es gebe derzeit "keine hinreichende Messdatenbasis, um die Verfügbarkeit von 5G in der Fläche belastbar zu beurteilen".

3G, LTE, 4G, 5G

Dabei handelt es sich um unterschiedliche Mobilfunk-Generationen, mit denen Daten zunehmend schneller übertragen werden können. Mit 3G, dem ältesten Standard, sind Datenübertragungen von bis zu 42,2 Megabit pro Sekunde möglich (HSPA+), mit 4G/LTE bis zu 300 Mbit/s. Die neue 5G-Technik erlaubt nach jetzigem Stand Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunden.

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