Ein edel eingedeckter Tische im Restaurant (Foto: pixabay/NinoDonkervoort)

Vier-Gänge-Menü sorgt für Ärger beim LSVS

Thomas Gerber / Onlinefassung: Anne Staut   14.12.2018 | 18:00 Uhr

Während die Sanierung des angeschlagenen Landessportverbands Fortschritte macht, sorgt ein Abendessen des neuen Präsidiums bei den Beschäftigten des LSVS für Unmut. Im Rahmen einer Klausurtagung Mitte Oktober hatte das Gremium um Präsident Adrian Zöhler in der Landessportschule gegessen. Die Kosten für das Vier-Gänge-Menü hatte der LSVS übernommen.

Wurzelsüppchen mit gebeiztem Wildlachs, Eismeergarnelen, Rehrücken oder Dorade Royal und Eisvariation – so lautete die Menüfolge. Von 16.00 bis 24.00 Uhr habe man ehrenamtlich zur Zukunft des LSVS getagt, so Präsident Zöhler auf SR-Anfrage. An der Klausur hätten die Präsidiumsmitglieder und die Geschäftsführung, also rund zehn Personen, teilgenommen. Die Sportschule habe inklusive Getränke für den ganzen Tag 450 Euro in Rechnung gestellt, die der LSVS und nicht die Teilnehmer bezahlt hätten.

Menü erinnert an Sternekoch-Zeiten

Den Materialaufwand fürs Essen beziffert Zöhler auf 8,38 Euro beziehungsweise 10,50 Euro je nach Hauptgericht. Also letztlich keine übertriebene Schlemmerei. Dass die Menüfolge aber fatal an frühere Sternekoch-Zeiten erinnert, ist nicht zu bestreiten.

Auch die Staatsanwaltschaft interessiert sich für den Fall: Empörte LSVS-Mitarbeiter hatten am Donnerstag bei den Ermittlern vorgesprochen. Wie Eismeergarnelen, Wildlachs und Co. zu dem heftigen Personalabbau beim LSVS passen, diese Frage ließ Präsident Zöhler auf SR-Anfrage offen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 14.12.2018 berichtet.

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