Innenminister Klaus Bouillon (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Kritik an Bouillon in LSVS-Affäre

Uli Hauck   18.06.2018 | 20:21 Uhr

Im saarländischen Landtag hat es am Montag Kritik an der Kommunikationspolitik von Sportminister Bouillon (CDU) in der LSVS-Affäre gegeben. Bouillon hatte zuletzt die Sportverbände unter Druck gesetzt dem vorgelegten Sanierungskonzept zuzustimmen, da ansonsten der Sportverband abgewickelt würde.

CDU-Fraktionschef Alexander Funk hält die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit derzeit für die wichtigste Aufgabe bei der LSVS-Sanierung. Allerdings helfe es in dieser schwierigen Situation nicht, wenn man deshalb den Sportverbänden drohe oder Konsequenzen aufzeige, so Funk an die Adresse seines Parteifreunds Klaus Bouillon.

Noch klarer fällt die Kritik von SPD-Innenexpertin Petra Berg aus. Zusätzlich Druck aufzubauen, wenn es um die Existenz von LSVS-Mitarbeitern geht, halte sie für völlig falsch, so Berg. Statt Daumenschrauben anzulegen, sollte mit Gewerkschaft, Personalrat und Mitarbeitern ein vernünftiger Weg gefunden werden. Die SPD-Abgeordnete sieht zudem ein Versagen bei der Rechtsaufsicht im Innenministerium.

Auch der Linken-Abgeordnete Jochen Flackus kritisiert, dass über die Jahre mehrere CDU-Innen- und Sportminister die Verluste beim Landessportverband nicht erkannt haben wollen. 

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Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 18.06.2018 berichtet.

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