Ein positiver Schnelltest liegt auf einem leeren Impfpass (Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie)

Lohnersatz für Ungeimpfte fällt bald weg

mit Informationen von Hannah Stumpf   14.09.2021 | 15:12 Uhr

Ungeimpfte im Saarland haben nur noch bis Ende September Anspruch auf Lohnersatz, wenn sie in Quarantäne müssen. Das saarländische Gesundheitsministerium hat eine Änderung der entsprechenden Regelung angekündigt.

Ab dem 27. September könnte die Neuregelung bei der Lohn-Entschädigung gelten. Der entsprechende Entwurf solle in den kommenden Wochen im Ministerrat beschlossen werden, sagte Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling (CDU) am Dienstag in der Landespressekonferenz. Ausnahmen sollen weiter für Menschen gelten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können.

Mehr Einschränkungen für Ungeimpfte im Saarland
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 14.09.2021, Länge: 02:31 Min.]
Mehr Einschränkungen für Ungeimpfte im Saarland

Land zahlte bislang 17 Millionen Euro Ausgleich

Bisher bekommen Arbeitgeber den Lohn vom Land erstattet, wenn Beschäftigte auf behördliche Anordnung in Quarantäne müssen – egal ob diese geimpft sind oder nicht. Kolling sagte, das Gesundheitsministerium habe insgesamt 20.300 solcher Anträge bearbeitet und rund 17 Millionen Euro Schadensersatz gezahlt.

"Die Schraubzwingen werden angezogen"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner / Janek Böffel, 14.09.2021, Länge: 04:42 Min.]
"Die Schraubzwingen werden angezogen"

Die Ankündigung von Kolling kommt nicht überraschend. Schon Ende vergangener Woche sagte Ministerpräsident Hans, dass derzeit geprüft werde, die Lohn-Entschädigung für Ungeimpfte zu streichen. CDU und SPD im Landtag haben sich für diese Änderung ausgesprochen, Linke und AfD sind strikt dagegen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.09.2021 berichtet.

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