Blick auf die Glückauf-Halle in Elversberg (Foto: SR)

Neue Hoffnung für die Glückauf-Halle?

  21.12.2019 | 13:12 Uhr

Für die Sanierung der Glückauf-Halle in Spiesen-Elversberg zeichnet sich möglicherweise eine Lösung ab. Wie auf der Gemeindesratsssitzung am Freitagabend bekannt wurde, versucht die Gemeinde in das Städtebauförderungsprogramm des Bundes für das Jahr 2020 aufgenommen zu werden. Dann seien hohe Zuschüsse für die Sanierung möglich.

Ursprünglich waren für die Sanierung der maroden Halle 1,7 Millionen Euro einkalkuliert. Mittlerweile werden aber Gesamtkosten von 7,4 Millionen Euro erwartet. Bürgermeister Bernd Huf sagte bei der Gemeinratssitzung, das Land werde keine weiteren Gelder beisteuern. Es seien lediglich 400.000 Euro an Fördermitteln zugesagt worden. Bislang seien für die Sanierung der Halle in zwei Bauabschnitten 2,4 Millionen Euro investiert worden.

Ausweg Städtebauförderung des Bundes?

Allerdings habe das Bauministerium der Gemeinde mitgeteilt, dass die Möglichkeit bestünde, dass Spiesen-Elversberg ins Städtebauförderungsprogramm des Bundes aufgenommen werden könne. Dann könnte die Gemeinde zusätzliche Mittel über den Bund erhalten. Dadurch wären Zuschüsse von bis zu zwei Dritteln der Gesamtkosten möglich.

Dafür müsse aber ein Entwicklungskonzept für die gesamte Ortsmitte von Elversberg vorgelegt werden. Das wolle die Gemeinde nun zusammen mit den Bürgern entwickeln, so Huf.

Kritik des Steuerzahlerbundes

Die Kostenexplosion bei der Sanierung der Glückauf-Halle hatte kürzlich der Steuerzahlerbund als als einen möglichen Fall von Steuergeldverschwendung kritisiert. Der Fall sei auf bestem Wege in eines der nächsten Schwarzbücher, sagte der Landesverbandschef des Steuerzahlerbundes, Christoph Walter.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.12.2019 berichtet.

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