Industriegebiet Lisdorfer Berg (Foto: Niklas Resch/SR)

Schlechte Anbindung am Lisdorfer Berg

Caroline Uhl   27.08.2019 | 15:49 Uhr

Rund vier Jahre nach der ersten Firmen-Ansiedlung ist das Industriegebiet Lisdorfer Berg weiter vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten. Der Verein der Gewerbetreibenden in Saarlouis wirft der Stadt vor, das Thema Busverbindung auf die lange Bank zu schieben.

Rund 1200 Menschen arbeiten mittlerweile in dem Industriegebiet zwischen der A620 und der französischen Grenze. Laut einer aktuellen Umfrage des Gewerbevereins würden 150 von ihnen gerne mit dem Bus fahren. Die Zahl der Interessenten dürfte wohl noch steigen, denn derzeit wird weiterhin überall gebaut: In zwei Jahren soll es etwa 2300 Arbeitsplätze auf dem Lisdorfer Berg geben.

Video [aktueller bericht, 27.08.2019, Länge: 3:33 Min.]
ÖPNV-Problem am Lisdorfer Berg

Die Stadt Saarlouis könnte sich grundsätzlich auch eine Busverbindung zum Lisdorfer Berg vorstellen – allerdings erst dann, wenn der Küchenhersteller Nobilia mit zunächst rund 500 Beschäftigten die Arbeit aufnimmt. Vermutlich wird das Ende 2020 der Fall sein. Vorher, so die Befürchtung von Oberbürgermeister Peter Demmer (SPD), dürfte sich ein Bus nicht lohnen. Auch, weil die Firmen alle unterschiedliche Schichtzeiten haben.

Sechsstellige Kosten für Stadt

Der Lisdorfer Berg - ein Industriegebiet ohne Busanbindung
Audio [SR 3, Caroline Uhl, 27.08.2019, Länge: 02:53 Min.]
Der Lisdorfer Berg - ein Industriegebiet ohne Busanbindung

Eine Busverbindung zum Lisdorfer Berg würde zwischen 100.000 und 120.000 Euro im Jahr kosten – zu zahlen von der Stadt. Aus Sicht des Gewerbevereins eine vertretbare Summe – immerhin nimmt die Stadt am Lisdorfer Berg ja auch Gewerbesteuer ein.

Über dieses Thema hat auch "aktuell" im SR Fernsehen am 27.08.2019 berichtet.

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