Industriegebiet Lisdorfer Berg  (Foto: SR)

Neue Industrieflächen am Lisdorfer Berg

  09.10.2018 | 11:12 Uhr

Der letzte Teil des Industriegebietes Lisdorfer Berg soll nun erschlossen werden. Dafür stellt das saarländische Wirtschaftsministerium nach eigenen Angaben rund 420.000 Euro bereit.

Mithilfe der Fördermittel könne die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gwSaar) das Industriegebiet restlos bewirtschaften und so für weitere Unternehmen nutzbar machen, so das Ministerium. "Die Flächen auf dem Lisdorfer Berg sind sehr begehrt – gerade die Nähe zur Grenze ist ein klarer Standortvorteil für Unternehmen auf dem europäischen Markt", sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD).

Nach Einschätzung des Ministeriums ist der Lisdorfer Berg wegen der guten Verkehrsanbindung an das deutsche und französische Autobahnnetz sowie der leistungsstarken Gas- und Stromversorgung besonders für Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe und für das Logistikgewerbe attraktiv.

Coating, Mewa und Nobilia

Das Industriegebiet an der B269 zwischen Saarlouis und Überherrn gehört zu den größten Ansiedlungsflächen in Südwestdeutschland. Ansässig sind dort zum Beispiel der Verzinkungsbetrieb Coating und Mewa Textil-Management. Im März dieses Jahres hat außerdem der Küchenhersteller Nobilia verkündet, dort 1000 Arbeitsplätze zu schaffen - für Rehlinger eine wichtige Entscheidung. Denn die bisherigen Jobmotoren im Saarland, die Auto- und Stahlindustrie, befänden sich zurzeit in einem großen Umbruch. "Umso wichtiger ist es, auch in anderen Branchen starke Unternehmen an die Saar zu bekommen."

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 09.10.2018 berichtet.

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