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Links-Fraktion setzt sich für Lafontaine ein

  01.06.2021 | 19:26 Uhr

Die Landtagsfraktion der Linken hat die Austrittsforderung gegenüber ihrem Fraktions-Chef Oskar Lafontaine zurückgewiesen. In einer Erklärung heißt es, dass sich der Landesvorstand der Linken mit seiner Austrittsforderung "endgültig disqualifiziert" habe.

Der innerparteiliche Streit in der Linken spitzt sich weiter zu. Nachdem vergangenen Sonntag der saarländische Linken-Landesvorstand den Rücktritt von Oskar Lafontaine und Astrid Schramm gefordert hatte, nahm die Landtagsfraktion ihren Vorsitzenden gegenüber dem Vorstand in Schutz.

In einer Erklärung hieß es, Lafontaine habe man sowohl den Einzug in den Bundestag als auch die überdurchschnittlichen Wahlergebnisse im Saarland zu verdanken. Mit der Forderung nach dem Rücktritt Lafontaines habe sich der Landesvorstand endgültig disqualifiziert.

Mitgliederdatenbank nicht "in Ordnung gebracht"

Außerdem äußerte die Fraktion ihren Unmut über das Festhalten von Thomas Lutze an der Kandidatur für den Spitzenplatz der Landesliste zur Bundestagswahl. Denn schließlich laufe gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung und es bestehe die Gefahr, dass Lutze während des Wahlkampfs "wegen Urkundenfälschung und anderer Vergehen angeklagt" werde.

Ein weiterer Vorwurf der Fraktion: Der Landesvorstand soll die Mitgliederdatenbank "trotz zweimaliger Aufforderung des Bundesvorstands, zuletzt Ende April" nicht "in Ordnung gebracht" haben. Aktuell gebe es Beschwerden, dass Stimmberechtigte zur Versammlung für die Listenaufstellung zur Bundestagswahl nicht eingeladen worden seien.

Kampfkandidatur am Sonntag

Am Sonntag will die Linke auf einer Landes-Delegiertenversammlung über die Landesliste zur Bundestagswahl entscheiden. Um den ersten Platz wird es voraussichtlich eine Kampfkandidatur geben. Der Landtagsabgeordnete Dennis Lander will gegen Lutze antreten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.06.2021 berichtet.

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