Ein Bus fährt an eine Haltestelle an einer Schule (Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte, Bearbeitung SR)

Finanzierungsfragen beim Verkehrsentwicklungsplan

Marie Kribelbauer   12.05.2021 | 12:51 Uhr

Der Verkehrsentwicklungsplan ist eines der Großprojekte der Großen Koalition im Saarland. Unter anderem soll das ÖPNV-Netz ausgebaut und das Tarifsystem einfacher werden. Die Linksfraktion sieht aber bei der Finanzierung noch Klärungsbedarf.

Der Verkehrsentwicklungsplan habe Stärken und Schwächen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus. Es sei noch offen, ob die geplanten Verbesserungen tatsächlich finanzierbar seien.

Rund 380 Millionen Euro im Jahr würde es kosten, wenn alle darin enthaltenen Vorschläge umgesetzt würden. Zwar schieße der Bund 100 Millionen Euro pro Jahr für die Umsetzung zu, betonte Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD), sie räumte aber zugleich ein, dass die komplette Finanzierung noch nicht klar sei. Trotzdem sei es wichtig, mit den Planungen so früh wie möglich anzufangen.

Mehr Bahnverkehr?

Die Ziele des Verkehrsentwicklungsplanes formulierte Rehlinger so: Mehr Klimaschutz, mehr Lebensqualität für die Menschen und mehr Zusammenhalt durch ausgebaute Schienennetze auch über die Landesgrenzen hinaus. Vor allem Familien mit Kindern sollen von einfacheren und günstigeren Tarifen profitieren.

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Landesregierung will ÖPNV deutlich ausbauen

Günter Heinrich von der CDU forderte, stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren und das Schienennetz weiter auszubauen - auch über die Grenze hinaus nach Luxemburg und Frankreich. Er drängt daher darauf, die geplante Machbarkeitsstudie gemeinsam mit den dortigen Partnern so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.05.2021 berichtet.

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