Symbolbild: Der Landtag des Saarlandes in Saarbrücken (Foto: SR / Felix Schneider)

Linke kritisiert Befristung von Stellen in der Landesregierung

  16.04.2020 | 13:20 Uhr

Im vergangenen Jahr haben mehr als drei Viertel aller Neueinstellungen innerhalb der Landesregierung einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der Linksfraktion. Die Linken halten insbesondere die hohe Zahl der sachgrundlosen Befristungen für "unerträglich".

Bei mehr als einem Drittel (35,05 Prozent) aller befristet Beschäftigten in Ministerien und Behörden des Landes gab es keinen Sachgrund für die Befristung, kritisiert die Linke.

Kettenbefristungen ein weiteres Problem

Insbesondere in der Staatskanzlei (88 Prozent) und im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (62,96 Prozent) sei der Anteil an sachgrundlos befristeten Arbeitsverhältnisse besonders hoch, sagt Jochen Flackus, Geschäftsführer der Linksfraktion. Weiteres Negativbeispiel: Im Sozialministerium würden 28 Mitarbeiter in Kettenbefristung arbeiten, so die Linke.

Zeitverträge dürften nicht der Normalfall werden. Die Landesregierung habe eine "Vorbild-Funktion". Die Linksfraktion kündigt an, im Landtag weiterhin für ein Verbot sachgrundloser Befristungen und Kettenbefristungen in der Landesverwaltung kämpfen zu wollen.

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