Janine Wissler am Rednerpult der Saar-Linken Veranstaltung in Neunkirchen (Foto: SR)

Linke-Bundesvorsitzende Wissler verurteilt russischen Angriffskrieg

  02.03.2022 | 20:09 Uhr

Die Saar-Linke hat sich in diesem Jahr nicht zum Politischen Aschermittwoch getroffen, sondern stattdessen zu einem "Aufruf für den Frieden". Die Bundesvorsitzende Janine Wissler verurteilte in ihrer Rede in Neunkirchen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine scharf.

Statt zum Politischen Aschermittwoch hat sich die Linke zu einem Friedensappell in Neunkirchen versammelt. Rund 100 Parteimitglieder waren zu der Veranstaltung gekommen. Den parteiinternen Russland-Streit wollte niemand von ihnen kommentieren. In der Bundesfraktion sind Teile der Meinung, die NATO trage eine Mitschuld am Krieg gegen die Ukraine.

Video [aktueller bericht, 02.03.2022, Länge: 4:25 Min.]
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Die Bundesvorsitzende Janine Wissler wurde in ihrer Kritik an Russlands Staatschef Wladimir Putin allerdings deutlich: "Das ist hegemoniales und nationalistisches Denken und das steht im Widerspruch zu allem, wofür wir als Linke stehen", sagte sie auf der Veranstaltung. Deswegen sei es jetzt wichtig, dass Putin diesen Krieg beende. Das Gebot der Stunde sei Abrüstung und den Krieg diplomatisch in den Griff zu bekommen.

Kritik auch an NATO

Die Bundesvorsitzende ging in ihrer Rede auch auf das ambivalente Verhältnis der Linken zu dem Krieg gegen die Ukraine ein: "Wir wissen, dass diese beispiellose Situation nicht der Ausgangspunkt eines Konflikts ist, sondern dass dieser Konflikt eine Vorgeschichte hat".

Die Kritik an den völkerrechtswidrigen Kriegen der NATO in der Vergangenheit sei aber "nicht obsolet". Wissler kritisierte zudem von Neuem die geplanten deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine. Noch mehr Aufrüstung mache die Welt nicht sicherer.

"Aufruf für den Frieden" statt Politischer Aschermittwoch
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 03.03.2022, Länge: 03:09 Min.]
"Aufruf für den Frieden" statt Politischer Aschermittwoch

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 2.3.22 berichtet.

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