IHK Haus der Saarwirtschaft (Foto: Christine Niessen/SR)

Lieferprobleme bereiten Saar-Wirtschaft Sorgen

Yvonne Schleinhege / Onlinefassung: Axel Wagner   22.11.2021 | 15:09 Uhr

Zwei Drittel der Unternehmen im Saarland betrachten die weltweite Störung der Lieferketten mit Sorge. Auch die steigenden Energie- und Rohstoffkosten werden laut einer Umfrage der IHK zunehmend zum Problem.

Lieferengpässe, Rohstoffpreise und auch steigenden Personalkosten – die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland rechnet mit immer mehr Geschäftsrisiken für die Wirtschaft im Land. Zwei Drittel aller befragten 120 saarländischen Unternehmen sehen die weltweiten Lieferprobleme und die daraus resultierenden Preissteigerungen im Einkauf mit Sorge. 55 Prozent rechnen zudem mit steigenden Energie- und Rohstoffkosten.

Dämpfer für das Wachstum

Außerdem fürchtet jedes zweite Unternehmen, nicht mehr genügend Mitarbeiter zu finden. Gerade die Dienstleistungsunternehmen (70 Prozent) sorgen sich zudem um steigende Lohnnebenkosten.

Das Problem für die IHK: All diese Risiken dämpfen das Wachstum der Saar-Wirtschaft. Unter diesen Umständen sei es kaum möglich, dass die Wirtschaftsleistung ihr Vor-Corona-Krisenniveau im kommenden Jahr wieder erreicht, so Hauptgeschäftsführer Frank Thomé. 

20 Prozent fürchten Cyberangriffe

Er formuliert damit auch einen Appell an die Politik, für faire Bedingungen zu sorgen. Sonst würden die Unternehmen im Land im internationalen Wettbewerb weiter zurückfallen.

Nach dem Cyberangriff auf den Automobilzulieferer Eberspächer, auch mit einem Werk im Saarland, hat die IHK erstmals auch die Unternehmen nach der Bedrohung durch Cyberangriffe befragt: Etwa 20 Prozent sehen hier eine Gefahr für das eigene Unternehmen.

Kein Problem haben die meisten Unternehmen dagegen bei der Fremdfinanzierung. Nur sechs Prozent sehen hier ein Geschäftsrisiko.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.11.2021 berichtet.

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