Lieferservice lieferando.de, Bildschirm mit Lupe (Foto: Imago Images / Schöning)

Mit Schattenwebseiten auf Kundenfang

Lena Schmidtke   26.02.2021 | 09:33 Uhr

Der Lieferservice-Dienst Lieferando hat europaweit 180.000 sogenannte Schattenwebsiten erstellt, 50.000 alleine in Deutschland. Diese Seiten haben eine zum Verwechseln ähnliche Internetadresse wie die Originalseite der Restaurants, Cafés und Imbisse. Auch für einige saarländische Gastronomiebetriebe wurden solche „Schattenwebsiten“ erstellt.

Lieferando-Ärger auch im Saarland
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 26.02.2021, Länge: 00:38 Min.]
Lieferando-Ärger auch im Saarland

Durch die "Schattenwebsiten" hat der Kunde den Eindruck, er bestelle über das Restaurant selbst und nicht über Lieferando. Für den Kunden macht das auch kaum einen Unterschied, für die Restaurants aber sehr wohl: Lieferando kassiert dann nämlich eine Provision von rund 13 Prozent. Wenn direkt über das Restaurant bestellt wird, geht Lieferando hingegen leer aus.

Kritik vom Dehoga

Wie viele saarländische Gastronomiebetriebe davon betroffen sind, ist noch unklar. Dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Saarland liegen derzeit keine Beschwerden vor. Hauptgeschäftsführer Frank Hohrath kritisierte dieses Vorgehen von Lieferando jedoch als grenzwertig, zudem werde dem Kunden hier etwas „vorgegaukelt“. Laut BR hat Lieferando europaweit 180.000 solcher Schattenwebsiten erstellt, 50.000 alleine in Deutschland.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 26.02.2021 berichtet.

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