Ein kleiner Sandberg mit dem Fähnchen "Schulden" symbolisiert einen "Schuldenberg". (Foto: Peer Grimm/ZB Fotoreport/dpa/picture-alliance)

Saarländischer Schuldenberg leicht gewachsen

  03.08.2017 | 15:33 Uhr

Im Saarland sind die Schulden im vergangenen Jahr leicht angestiegen. 2016 waren es mehr als 14 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das Saarland ist eines von nur vier Bundesländern, in denen der Schuldenberg gewachsen ist.

Entgegen des Bundestrends hat das Saarland 2016 0,3 Prozent mehr Schulden angehäuft als im Vergleichsjahr 2015. Statistisch entspricht das einer Verschuldung von gut 14.000 Euro pro Einwohner.

Schuldenrückgang bei Bund und Ländern

Bund, Länder und Gemeinden insgesamt konnten 2016 hingegen ihre Schulden bei Banken, Privatunternehmen und weiteren Kreditgebern leicht verringern. Demnach war der Bund im vergangenen Jahr mit 1257 Milliarden verschuldet und damit 0,5 Prozent weniger als noch Ende 2015. Auch die Bundesländer konnten insgesamt ihre Schulden deutlich reduzieren.

Ein besonders hoher Schuldenabbau gelang in Sachsen mit einem Abbau um 19,3 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 10,3 Prozent. Demnach liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in den beiden Bundesländern nun bei 453 Euro beziehungsweise rund 5000 Euro.

Neben dem Saarland wuchs der Schuldenberg auch in drei weiteren Bundesländern. Spitzenreiter ist Hamburg mit einem Zuwachs von 7,8 Prozent. Statistisch gesehen ist dort jeder Einwohner mit gut 17.000 Euro verschuldet.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 03.08.2017 berichtet.

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