Eine Lehrerin schreibt an eine Schultafel. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Träger kritisieren Kürzung der Lehrerstunden

Christine Alt /Onlinefassung: Kai Forst   04.07.2019 | 19:35 Uhr

Träger der freiwilligen Ganztagsschulen üben Kritik an der Kürzung von Lehrerstunden für die Nachmittagsbetreuung. Vor allem die Kurzfristigkeit der Entscheidung sorgt für Unmut.

Die Eltern sind sauer, genauso die Schüler und Schulleitungen - und zwar über den Streit um zusätzliche Lehrerstellen zwischen Finanz- und Bildungsministerium. Weil Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) nicht mehr Lehrer bekommt, zieht er Lehrerstunden aus der Hausaufgabenaufsicht an freiwilligen Ganztagsschulen ab und steckt sie in den Unterricht am Vormittag.

Video [aktueller bericht, 04.07.2019, Länge: 3:06 Min.]
Streit um zusätzliche Lehrerstellen an Freiwilligen Ganztagsschulen

"Kalt erwischt"

Video [aktueller bericht, 04.07.2019, Länge: 3:26 Min.]
Kollegengespräch mit Christine Alt, SR-Reporterin

Denn dort würden sie dringend gebraucht solange keine weiteren Lehrer genehmigt werden. Die Leidtragenden sind auch die Träger der Nachmittagsbetreuungen. Sie müssen mit den Kürzungsplänen des Bildungsministers jetzt irgendwie umgehen. Informiert wurden sie erst am Mittwoch, nachdem der Streit schon durch die Presse gegangen war.

"Es hat uns sehr enttäuscht, weil wir einen anderen Umgang und offene Kommunikation gewöhnt sind und in dem Moment hat es uns eiskalt erwischt", sagt Bettina Molitor von der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar.

Zu wenig Zeit

Das nächste Schuljahr beginnt bereits in wenigen Wochen. Laut der LIGA ist das zu wenig Zeit, um die drei Lehrerstunden pro Woche aufzufangen, die nun an den weiterführenden Schulen weniger als bisher für Hausaufgabenaufsicht gestellt werden sollen.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 04.07.2019 berichtet.

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