Eine junge Lehrerin schreibt im Mathematikunterricht an eine Schultafel. (Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Uneinigkeit bei Finanzierung von Lehrerstellen

Uli Hauck   20.05.2019 | 18:02 Uhr

Im Saarland ist sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD uneinig über die Finanzierung von Lehrerstellen. Dabei geht es um 54 Lehrerstellen mit sogenanntem KW-Vermerk, die wegfallen sollen. Außerdem sollen 52 befristete Stellen nicht verlängert werden, insgesamt also 106.

Diskussion um Lehrerstellen
Audio [SR 2, Uli Hauck, 20.05.2019, Länge: 02:50 Min.]
Diskussion um Lehrerstellen

Man streite nicht, man diskutiere und debattiere! Die Fraktionschefs Alexander Funk (CDU) und Stefan Pauluhn (SPD) versuchen beide den Konflikt um die Lehrerfinanzierung herunterzuspielen. Und dennoch: Wer genau hinhört, merkt, dass es neben dem Geld auch weitere, inhaltliche Unstimmigkeiten gibt.

So will CDU-Fraktionschef Funk erst aus der Zeitung erfahren haben, dass SPD-Bildungsminister Ulrich Commerçon die fünften Klassen an gebundenen Ganztagsschulen verkleinern will. SPD-Fraktionschef Pauluhn kritisiert ebenfalls den Koalitionspartner: Man könne nicht permanent neue Bedarfe formulieren und dann nicht die benötigten Stellen zur Verfügung stellen.

Lehrerbedarf für Berufsschulen

Darüber hinaus gibt es ebenfalls noch keine Einigung beim Konzept für die geplante internationale Schule in Saarbrücken. Und auch beim Lehrerbedarf für Berufsschulen gehen die Meinungen weit auseinander. Während CDU-Fraktionschef Funk der Ansicht ist, dass bei sinkenden Schülerzahlen in der dualen Berufsschulausbildung auch weniger Lehrer gebraucht werden, will sein SPD-Kollege Pauluhn mehr Lehrkräfte. Denn die Zahl der Berufsschüler mit schlechten Zeugnissen oder ohne Schulabschluss sei "explodiert". Hier gebe es weiteren Förderbedarf.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 20.05.2019 berichtet.

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