Eine Schulklasse sitzt im Unterricht (Foto: dpa/Jens Wolf)

Verbände stellen sich hinter Commerçon

Christine Alt   02.07.2019 | 19:40 Uhr

Mehrere Verbände stellen sich im Streit um Lehrerstellen hinter Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD). Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erklären auf SR-Anfrage, sie begrüßen die Reduzierung von Lehrerwochenstunden für die Nachmittagsbetreuung.

Hausaufgabenaufsicht durch Lehrer – eine Verschwendung von Ressourcen, kritisiert die Vorsitzende der GEW, Birgit Jenni. Deshalb unterstützt sie die Entscheidung des Bildungsministers, die Lehrerstunden aus dem Nachmittag abzuziehen. Diese würden dringend für den Unterricht benötigt. Die GEW liegt da voll auf der Linie des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands. Der fordert das seit Jahren, da die Schulen dringend mehr Lehrerstunden am Vormittag bräuchten.

Bessere Arbeitsbedingungen gefordert

Weniger Lehrerstunden an Freiwilligen Ganztagsschulen
Audio [SR.de, Jessica Werner, Lisa Brausch, 02.07.2019, Länge: 03:20 Min.]
Weniger Lehrerstunden an Freiwilligen Ganztagsschulen

Die GEW fordert zudem bessere Arbeitsbedingungen für solche pädagogischen Fachkräfte. Auch die Landeselterninitiative für Bildung stellt sich hinter den Bildungsminister bei dessen Forderung nach zusätzlichen Lehrerstellen. Bei zukünftig steigenden Schülerzahlen brauchten die Schulen einfach mehr Fachpersonal.

Den Zeitpunkt, zu dem der Bildungsminister diese Entscheidung getroffen hat, so kurz vor den Sommerferien, hält der Verband jedoch für schwierig, insbesondere für die Träger der Nachmittagsbetreuung. Denn die hätten nun nur wenig Zeit, um qualifiziertes Personal für die Hausaufgabenbetreuung an den Freiwilligen Ganztagsschulen zu finden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.07.2019 berichtet.

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