Grundschüler aus der Ukraine sitzen in der für ukrainische Kinder eröffneten Schule in einem Klassenzimmer. (Foto: picture alliance/dpa | Robert Michael)

22 Lehrer und Pädagogen aus der Ukraine an Saar-Schulen

  27.08.2022 | 08:54 Uhr

Mehr als 1500 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine besuchen aktuell Schulen im Saarland. Unterstützt werden sie von 22 ukrainischen Lehrkräften. Die Nachfrage nach Betreuung ist ungebrochen. Ganz anders sieht es dagegen bei den Kitas aus.

Insgesamt 22 ukrainische Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sind derzeit an den saarländischen Schulen im Einsatz. Das hat das Bildungsministerium auf SR-Anfrage mitgeteilt.

Sie werden im Zuge des Programms „Aufholen nach Corona“ eingesetzt und unterstützen Kinder und Jugendliche aus der Ukraine bei der Integration in das saarländische Bildungssystem.

22 Lehrer und Pädagogen aus der Ukraine an Saar-Schulen
Audio [SR 3, Axel Wagner / Oliver Buchholz, 27.08.2022, Länge: 00:42 Min.]
22 Lehrer und Pädagogen aus der Ukraine an Saar-Schulen

Vor allem Grund- und Gemeinschaftsschüler

1504 aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche besuchen nach dem letzten Stand von Mitte Juli saarländische Schulen. Darunter sind 606 Grundschüler, 565 Gemeinschaftsschüler, 263 Gymnasiasten, sieben Förderschüler und 63 Berufsschüler.

Auch im kommenden Schuljahr sollen Schülerinnen und Schüler mit besonderem Augenmerk auf Sprachförderung in die Regelklassen integriert werden. Unterstützt werden sie dabei von Sprachförderlehrkräften des Kultusministeriums. Außerdem soll bei Bedarf an einzelnen Schulen Unterricht auf Ukrainisch angeboten werden.

Kaum Nachfrage bei Kitas

Anders sieht die Lage bei den Kindertagesstätten aus. Nach Ministeriumsangaben zeichnet sich bei den Kitas nur sehr wenig Bedarf an Betreuungsplätzen für Flüchtlingskinder aus der Ukraine ab. Pädagogisches Fachpersonal aus dem Land wird folglich auch nur vereinzelt eingesetzt.

Bis zu den Sommerferien wurden rund 500.000 Euro für den Einsatz ukrainischsprachiger Fachkräfte ausgegeben. Sie kommen aus dem Etat „Flüchtlingsbedingte Mehrausgaben“. Für die räumliche Ausstattung sind die Schul- und Kita-Träger verantwortlich.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 27.08.2022 berichtet.

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