Ein Mitarbeiter füllt die Bestände in der Obst- und Gemüseabteilung in einem Supermarkt auf. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Sortieren statt kellnern

Patrick Wiermer / Onlinefassung: Anne Staut   18.03.2020 | 13:49 Uhr

Der Lebensmitteleinzelhandel kommt in der Coronakrise an seine Grenzen. Das saarländische Wirtschaftsministerium hat daher vorgeschlagen, Arbeitnehmer aus Branchen, die stark unter der Krise leiden, vermehrt im Lebensmitteleinzelhandel einzusetzen. Das soll auch unbürokratisch möglich sein.

Im Gegensatz zu anderen Branchen, in denen die Arbeit durch die Corona-Krise stillliegt, habe der Lebensmitteleinzelhandel zurzeit keine Umsatzeinbußen, sagte Julian Lange, Sprecher des Wirtschaftsministeriums dem SR. Dadurch gebe es vielleicht Möglichkeiten, zurzeit beschäftigungslose Arbeitnehmer und Menschen, die möglicherweise jetzt ihre Arbeit verlieren, im Einzelhandel einzusetzen.

Viele Mitarbeiter an Belastungsgrenze

Möglicherweise wird das auch ein Thema sein bei einer Telefonkonferenz von Anke Rehlinger mit den Spitzen der Einzelhandelsverbände in der kommenden Woche. Dabei geht es auch um den gesundheitlichen Schutz etwa von Kassierern, aber auch um die Ladenöffnungszeiten.

Die waren von der Landesregierung gelockert worden, um Menschenansammlungen in den Märkten zu verhindern. Viele Supermarktketten bleiben allerdings bei den bestehenden Öffnungszeiten. Die Botschaft: Schon jetzt sind viele Mitarbeiter an ihrer Belastungsgrenze.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 18.03.2020 berichtet.

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