Ein Traktor pflügt einen Acker. (Foto: picture alliance/Armin Weigel/dpa)

Offene Grenzen für Landwirte im Saarland und Lothringen

Karin Mayer   31.03.2020 | 06:00 Uhr

Landwirte aus dem Saarland und Lothringen können die Grenze weiter passieren, wenn sie Felder im jeweiligen Nachbarland bewirtschaften. Die Grenze werde zwar kontrolliert, die Bundespolizei wolle aber das normale Leben so wenig wie möglich beeinträchtigen.

Freie Fahrt für Landwirte trotz Grenzschließung
Audio [SR 3, (c) SR, 31.03.2020, Länge: 03:12 Min.]
Freie Fahrt für Landwirte trotz Grenzschließung

Ein Traktor sei ein Nutzfahrzeug. Wer zu seinem Acker fahre, brauche dafür aber keine Bescheinigung. Der Sprecher der Bundespolizei, Karsten Eberhardt, betonte, dass Landwirte die Grenze auch auf Feldwegen passieren könnten. Falls der Grenzübergang vor Ort gesperrt sei, könne der betroffene Landwirt sich an die Bundespolizei wenden, um eine Einzelfallregelung zu vereinbaren. 

Landwirte unsicher

Rund 50 Landwirte in der Großregion bewirtschaften Flächen entlang der Grenze, für die sie zwischen Deutschland und Frankreich hin und herfahren müssen. Beim SR haben sich Landwirte gemeldet, die unsicher waren, ob sie ihre Felder in Frankreich bestellen können. Der saarländische Bauernverband berichtet dagegen, dass bereits Landwirte wegen Grenzübertritten belangt worden seien. Geschäftsführer Hans Lauer sagte dem SR, die Bußgelder seien allerdings von der Landespolizei verhängt worden. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 31.03.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja