Malu Dreyer am Wahlabend nach der Landtagswahl (Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert)

SPD und Grüne bei Wahlen im Südwesten erfolgreich

  15.03.2021 | 06:53 Uhr

Nach den Landtagswahlen in Rheinland Pfalz und Baden-Württemberg können die bisherigen Amtsinhaber Malu Dreyer (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne) weiterregieren. Die CDU hingegen hat in beiden Bundesländern historisch schlechte Ergebnisse erzielt.

Gab es in den Umfragen in Rheinland-Pfalz zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ist das Ergebnis nun doch überraschend deutlich. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt die SPD von Malu Dreyer auf 35,7 Prozent der Stimmen - und verteidigt damit fast ihr Ergebnis von 2016. Rekordverluste hingegen bei der CDU, sie rutscht um 4,1 Punkte auf 27,7 Prozent.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 14.03.2021, Länge: 3:50 Min.]
Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Auch die AfD verliert deutlich, rutscht ab auf 8,3 Prozent. Klar zugelegt haben hingegen die Grünen - sie kommen auf 9,3 Prozent. Auch FDP (5,5 Prozent) und Freie Wähler (5,4 Prozent) ziehen ins Parlament ein. Die Linke verpasst den Einzug in den Landtag.

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Landtagswahlen 2021 in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg
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Grüne in Baden-Württemberg klarer Wahlsieger

In Baden-Württemberg bleiben laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis die Grünen um Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 32,6 Prozent die stärkste Kraft und können im Vergleich zur letzten Wahl sogar zulegen. Der bisherige Koalitionspartner CDU verliert hingegen 2,9 Punkte und kann nur noch 24,1 Prozent erzielen. Auch die AfD verliert 5,4 Prozentpunkte und kommt auf 9,7 Prozent. Die SPD kommt auf 11,0 Prozent und die FDP legt auf 10,5 Prozent zu. Die Linke und die Freien Wähler verpassen den Einzug in den baden-württembergischen Landtag.

Regierungen ohne CDU-Beteiligung möglich

In beiden Ländern könnten SPD, FDP und Grüne nun ein Ampel-Bündnis schmieden - und die CDU als je zweitstärkste Kraft außen vor bleiben. In Rheinland-Pfalz regierte Malu Dreyer bereits in einem solchen Bündnis, für Baden-Württemberg kündigte Winfried Kretschmann an, sowohl mit der CDU, als auch mit SPD und FDP Sondierungsgespräche zu führen.

In Rheinland-Pfalz waren insgesamt rund 3,1 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen, in Baden-Württemberg 7,7 Millionen. Die Wahlbeteiligung in beiden Bundesländern rutschte deutlich ab. Aufgrund der Corona-Pandemie lag der Anteil der Briefwähler besonders hoch.

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Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 15.03.2021.

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