Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg, Deutschlandkarte mit den Länderwappen (Foto: SR/Heitz)

AfD in beiden Ländern zweitstärkste Kraft

  02.09.2019 | 06:42 Uhr

Bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen bleiben die regierenden Parteien SPD und CDU jeweils trotz teils starken Verlusten stärkste Kraft. Die AfD ist in beiden Ländern zweitstärkste Kraft. Die CDU muss in beiden Ländern Verluste von über sieben Prozent hinnehmen. In Sachsen fährt die SPD erstmals ein einstelliges Ergebnis ein.

Bei der Landtagswahl in Brandenburg ist die SPD trotz starken Verlusten erneut stärkste Kraft geworden. Laut Hochrechnung von infratest dimap kommen die Partei des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke auf 26,2 Prozent. Dahinter liegt die AfD mit 23,5 Prozent. Die CDU kommt auf 15,6 Prozent. Die Linken kommen auf 10,7 Prozent und die Grünen auf 10,8 Prozent.

Video [aktueller bericht, 02.09.2019, Länge: 2:06 Min.]
Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg

Die FDP scheitert mit 4,1 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde und verpasst den Einzug in den Landtag. Die Freien Wähler liegen bei genau 5,0 Prozent und haben es somit knapp in den Landtag geschafft. Um weiter regieren zu können, benötigt die SPD nach derzeitigem Stand zwei Koalitionspartner.

Reaktionen aus dem Saarland
"Ergebnis der AfD ist höchst alarmierend"
Politiker von SPD, CDU und Linken im Saarland zeigten sich erleichtert darüber, dass es der AfD nicht gelungen ist bei den Wahlen in Brandenburg und Sachsen stärkste Kraft zu werden. Dennoch sei das gute Ergebnis der Partei "höchst alarmierend", so Anke Rehlinger.

Sachsen: Kretschmers CDU wieder vorne

Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen
Audio [SR 1, 02.09.2019, Länge: 01:54 Min.]
Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen

In Sachsen ist die CDU bei der Landtagswahl stärkste Kraft geworden. Laut Hochrechnung von infratest dimap kommt die Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Michael Kretschmer auf 32,1 Prozent. Zweitstärkste Kraft wird die AfD mit 27,5 Prozent. Die Linke kommt auf 10,4 Prozent. Die Grünen legen auf 8,6 Prozent zu. Die SPD rutscht auf 7,7 Prozent ab. Unklar ist, ob die FDP in den Landtag einziehen kann. Sie kommt aktuell auf 4,5 Prozent.

Rechnerisch möglich wäre demnach eine Koalition aus CDU und Grünen. Für eine Koaliton aus CDU und SPD würde es nach der aktuellen Hochrechnung knapp nicht reichen.

Hohe Wahlbeteiligung in beiden Ländern

Bei beiden Wahlen stieg die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den letzten Landtagswahlen deutlich. In Sachsen lag sie laut infratest dimap bei 65 Prozent und damit deutlich höher als 2014: Damals waren nur gut 49 Prozent der Wähler an die Urnen gegangen. In Brandenburg lag die Wahlbeteiligung bei 60,5 Prozent - gegenüber 47,9 Prozent vor fünf Jahren.

Dossier zu der Wahl in Brandenburg:

RBB.de
Landtagswahl in Brandenburg
Alle Informationen rund um die Wahl in Brandenburg finden Sie hier.

Dossier zu der Wahl in Sachsen:

MDR.de
Landtagswahl in Sachsen
Alle Informationen rund um die Wahl in Sachsen finden Sie hier.

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