Rüdiger Schneidewind vor Gericht (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

CDU- und Linken-Fraktionen drängen auf Schneidewind-Rücktritt

Janek Böffel / Onlinefassung: Thomas Braun   07.03.2022 | 17:24 Uhr

Nachdem das Urteil gegen Homburger Oberbürgermeister Schneidewind rechtskräftig ist, drängen die Fraktionen von CDU und Linken im saarländischen Landtag auf seinen Rücktritt. Sein Verhalten schade der Stadt Homburg. SPD und AfD hingegen zeigen sich zurückhaltend.

Dass Schneidewind noch nicht zurückgetreten sei, hänge der Stadt Homburg wie ein Mühlstein um den Hals, sagte die Fraktionschefin der Saar-Linken, Barbara Spaniol. Angesichts von Schneidewinds Austritt aus der SPD, gehe es nicht darum, Schaden von der SPD abzuwenden, sondern von der Stadt.

Das Verhalten Schneidewinds schade dem Standort Homburg, findet auch CDU-Fraktionschef Alexander Funk. Es sei skandalös, dass sich die SPD dazu nicht äußere. Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jochen Flackus, sprach sich für einen Rücktritt Schneidewinds aus.

SPD und AfD äußern sich zurückhaltend

SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon hingegen sagte, er selbst habe keine Forderungen an Dritte zu stellen. Schneidewind suche jetzt seinen Weg, den gehe er alleine.

Zurückhaltend zeigt sich auch AfD-Fraktionschef Josef Dörr. Er traue sich kein abschließendes Urteil zu. Vergangene Woche hatte hingegen der Bundesgerichtshof abschließend geurteilt, dass Schneidewinds Verurteilung wegen Untreue rechtskräftig ist.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 07.03.2022.

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