Landtag des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Saarland sieht sich für weitere Coronawelle gerüstet

Florian Mayer   17.08.2020 | 16:08 Uhr

Die Fraktionen im saarländischen Landtag sehen das Saarland nach der Sommerpause gut gerüstet für den Fall stark steigender Corona-Infektionszahlen. Man müsse weiter "auf Sicht zu fahren", so der Tenor der Parlamentarier.

Das Land sei den Umständen entsprechend auf steigende Coronafallzahlen vorbereitet, sind sich Fraktionen im Landtag weitestgehend einig. Linkenfraktionschef Oskar Lafontaine forderte allerdings eine stärke Beteiligung des Parlaments beim Festlegen von Corona-Regeln.

Video [aktueller bericht, 17.08.2020, Länge: 3:06 Min.]
Weitere Coronamaßnahmen im saarländischen Parlament diskutiert

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Funk sieht das bereits erfüllt. Das Parlament habe eine starke Rolle. Es habe sich bewährt, die Corona-Regelungen per Rechtsverordnung durch die Regierung in enger Abstimmung mit dem Parlament festzulegen.

Keine höheren Bußgelder

Der Fraktionschef der SPD, Ulrich Commerçon, erteilte unterdessen einem möglichen Verbot privater Feiern, wie es von CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ins Spiel gebracht wurde, eine Absage. Er sprach sich auch gegen höhere Bußgeldern bei Corona-Verstößen aus.

Die AfD bezweifelt, dass es überhaupt zu einer zweiten Infektionswelle kommen könnte. Im Fall der Fälle sieht die Partei das Saarland aber ebenfalls besser aufgestellt als noch zu Beginn der Pandemie.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.08.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja