Photovoltaik (Foto: pixabay)

Mehr Photovoltaik auf Dächern gefordert

  15.05.2019 | 16:51 Uhr

Die Landesregierung soll sich stärker für den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energieerzeugung einsetzen. Dazu haben sie die Fraktionen von CDU, SPD und Linken am Mittwoch aufgefordert. In der Debatten wurden mehrere Anträge beraten, eine Mehrheit erhielt nur der der Regierungsfraktionen. Herzstück des Antrags: der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Dächern.

Für diesen Ausbau soll die Landesregierung die Weichen stellen. Große Freiflächenanlagen seien nur noch in begrenzter Zahl zu erwarten. Deshalb soll unter anderem auch die Installation von Photovoltaikanlagen auf landeseigenen Gebäuden geprüft und vorangetrieben werden. SPD und CDU halten Photovoltaik für den besten Weg, den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. 

Der Linken geht das nicht weit genug. Sie fordert einen Klimaschutzplan, den Ausbau des ÖPNV, sowie Förderprogramme zur Wärmedämmung. Die AfD spricht hingegen von öko-religiöser Panik und Klimaschutzhysterie, wirft den anderen Parteien vor, Wahlkampfgetöse zu betreiben.

Drei Stunden Debatte zum Klimaschutz
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 15.05.2019, Länge: 03:19 Min.]
Drei Stunden Debatte zum Klimaschutz
Gut drei Stunden - so lange hat der saarländische Landtag am 15. Mai über Klimaschutz debattiert. Wohl auch ein Zeichen dafür, wie ernst die Abgeordneten das Thema inzwischen nehmen. Von der Forderung nach einem radikal anderen Wirtschaftssystem bis hin zum Appellen an die Bürger, auf Steingärten zu verzichten - die Bandbreite der Ansichten und vorgeschlagenen Maßnahmen war riesig. Eine schlüssige Strategie, wie das Land den Klimaschutz voranbringen will war allerdings nicht wirklich zu erkennen. SR-Reporterin Carolin Dylla fasst die Debatte und erste Reaktionen zusammen.

Vorschlag der AfD abgelehnt

Den Vorschlag der AfD, Windräder im Saarland zwischen April und Oktober jeden Jahres stillzulegen, lehnten CDU, SPD und Linke ab. AfD-Abgeordneter Rudolf Müller hatte auf Studien verwiesen, wonach jedes Jahr in Deutschland rund 1200 Insekten von Windkraftanlagen getötet würden.

Pia Döring von der SPD warf der AfD vor, Klima- und Artenschutz gegeneinander auszuspielen. Die Hauptursachen für das Verschwinden von Insekten seien der Einsatz von Pestiziden, der Verlust von Lebensraum, Abgase und der Klimawandel. Dem stimmte auch der CDU-Abgeordnete Günter Heinrich zu: Der AfD gehe es nur um Protestpotenzial gegen Windkraftanlagen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "aktuell" vom 15.05.2019 berichtet.