Anmeldung der Halberg Guss (Foto: SR)

Scharfe Kritik an Situation bei Halberg Guss

Michael Thieser / Onlinefassung: Thomas Braun   13.06.2018 | 13:10 Uhr

Der saarländische Landtag hat sich am Vormittag mit der Situation von Halberg Guss in Saarbrücken-Brebach beschäftigt. Alle Fraktionen bekundeten den Mitarbeitern ihre Solidarität. Eine gemeinsame Resolution gab es allerdings nicht.

Die Linke übte heftige Kritik an der Unternehmensführung und an dem Eigentümer, der Prevent-Gruppe. Der Umgang mit der Belegschaft sei unerträglich. Fraktionschef Oskar Lafontaine sprach vom Absolutismus wirtschaftlicher Interessen. Das Profitstreben des Unternehmens und der Eigentümer werde rigoros über das Schicksal der Arbeitnehmer gestellt.

CDU: Halberg Guss eigentlich kerngesund

Die CDU wiederum betonte, Halberg Guss sei im Grunde genommen ein kerngesundes Unternehmen. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) fügte hinzu, es dürfe deshalb nicht sein, dass der Streit zwischen dem Unternehmen und seinem wichtigsten Kunden Volkswagen auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werde.

Die AfD schließlich warf den Linken vor, eine gemeinsame Resolution des Landtags bereits vor Wochen aus rein ideologischen Gründen verhindert zu haben.

Neue Halberg Guss schließt Standort in Leipzig

Das Unternehmen Neue Halberg Guss hatte vergangene Woche angekündigt, voraussichtlich zum Jahresende 2019 seinen Standort in Leipzig zu schließen. Die Verhandlungen über einen Sozialplan wurden am Mittwoch ergebnislos unterbrochen. Auch die Beschäftigten in Saarbrücken fürchten um ihre Jobs.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.06.2018 berichtet.

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