Eine FFP2-Maske auf einer Bank (Foto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer)

Landtag lehnt Aufhebung aller Corona-Maßnahmen ab

mit Informationen von Jonathan Janoschka   07.07.2021 | 13:47 Uhr

Die AfD-Fraktion im saarländischen Landtag ist mit ihrem Antrag zur sofortigen Aufhebung aller Corona-Maßnahmen im Saarland gescheitert. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde von den Fraktionen von CDU, SPD und Linken abgelehnt.

AfD-Fraktionschef Josef Dörr hatte in seiner Begründung für die sofortige Aufhebung aller Corona-Maßnahmen auf die niedrigen Corona-Zahlen im Saarland verwiesen. Das Robert Koch-Institut hat am Mittwoch für das Saarland 22 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht auf 7,1.

Impfquote zu niedrig für Lockerungen

Die CDU-Abgeordnete Dagmar Heib betonte, die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens mache die Rücknahme immer weiterer Maßnahmen möglich. Das sei auch bereits geschehen. Zugleich gelte weiterhin das Infektionsschutzgesetz des Bundes.

Für weitere Lockerungen sei die Impfquote derzeit noch zu niedrig – andernfalls drohten wieder steigende Infektionszahlen. Das sieht auch der SPD-Abgeordnete Reiner Zimmer so. Er warnte vor einer weiteren Corona-Welle im Herbst. Im Saarland lag die Quote der vollständig Geimpften am Mittwoch bei 45 Prozent. Das ist der bundesweite Spitzenwert.

Vierte Corona-Welle verhindern

Nach Berechnungen des Robert Koch-Instituts müssten allerdings mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, um eine durch die Delta-Variante getriebene vierte Corona-Welle im Herbst zu verhindern.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 07.07.2021 berichtet.

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