Saarländisches Landtagsgebäude (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

Handlungsempfehlungen für digitale Bildung

Florian Mayer   13.10.2021 | 15:45 Uhr

Was das Thema digitale Bildung angeht, fehlt es im Saarland immer noch an den Grundlagen. Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Zwischenstandbericht der Enquete-Kommission zur Digitalisierung, der am Mittwoch im Landtag vorgestellt wurde. Die Kommission hat deswegen zwanzig Handlungsempfehlungen für die Landesregierung erarbeitet.

Die Digitalisierung steht und fällt in allen Bereichen mit der bereitgestellten Infrastruktur. Beginnend bei der Glasfaseranbindung für schnelles Internet und endend bei der Verfügbarkeit von digitalen Endgeräten - PCs, Laptops oder Tablets.

Corona habe diesen Prozess zwar beschleunigt, die Ausnahmesituation der digitalen Bildung während Corona könne aber nicht das Endziel sein, betonte der Kommissionsvorsitzende Jürgen Renner (SPD) in seinem Bericht.

Daher hat die Kommission insgesamt 20 Handlungsempfehlungen erarbeitet. Sie empfiehlt unter anderem zu evaluieren, wo jede Schule im Saarland in Sachen digitaler Bildung steht, digitale Bildung zu einem elementaren Bestandteil der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu machen und nicht zuletzt alle Schulen schnellstmöglich an das Glasfasernetz anzuschließen.

Deutliche Kritik aus der Opposition

Scharfe Kritik mit Blick auf alle bisherigen Handlungsempfehlungen der Kommission kam von Linken und AfD. Die Landesregierung sei ein Garant für die Nichtumsetzung der Handlungsempfehlungen, sagte der Linken-Abgeordnete Jochen Flackus. Auch AfD-Fraktionschef Josef Dörr betonte, die Handlungsempfehlungen müssten nun auch zu konkreten Handlungen werden.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 13.10.2021.

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