Fordwerk Saarlouis, Eingang (Foto: SR)

Landesregierung nimmt Gespräche mit Ford wieder auf

mit Informationen von Janek Böffel   29.06.2022 | 18:55 Uhr

Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) nimmt die Gespräche mit dem Ford-Konzern wieder auf. Dabei soll es um die Zukunft des Standortes Saarlouis, der Grundstücke und der Arbeitsplätze nach 2025 gehen.

Eine Woche ist es her, dass der Ford-Konzern dem Werk in Saarlouis die Hiobsbotschaft überbracht hat, keine E-Autos im Saarland bauen zu wollen. Im Saarland herrschte nach dieser Entscheidung große Entrüstung und Wut über das Vorgehen des Ford-Konzerns.

Immer wieder war von einem nicht fairen Bieterverfahren zwischen Saarlouis und dem spanischen Standort Valencia zu hören, der letztendlich den Zuschlag erhielt.

Ankündigung von Wirtschaftsminister Barke
Land will sich auf Zukunft ohne Ford einrichten
Gibt es für die Zeit nach 2025 überhaupt noch eine Perspektive mit dem Ford-Konzern in Saarlouis? Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) ist da inzwischen eher skeptisch. Wenn Ford keine guten Alternativen entwickele, dann werde es welche mit anderen Anbietern am Standort geben müssen.

Erster Termin auf Ministerebene

Nun hat die saarländische Landesregierung angekündigt, die Gespräche mit Ford wieder aufzunehmen. Noch am Mittwochabend wolle Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) den Anfang machen und mit Unternehmensvertretern sprechen, teilte die Landesregierung im Wirtschaftsausschuss mit.

Nach SR-Informationen ist es der erste Termin auf Ministerebene seit der Entscheidung gegen den Standort Saarlouis. Zuvor gab es bereits ein Treffen auf Arbeitsebene.

Unabhängig von dem Ausgang der Gespräch hatte Barke zuletzt deutlich gemacht, dass er eher an eine Zukunft des Standortes Saarlouis ohne Ford glaubt. Denn das, was bisher aus Detroit an Vorschlägen gekommen sei, reiche bei weitem nicht, so Barke im SR-Interview.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten am 29.06.2022 berichtet.

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