Schild mit dem Logo der Firma SVolt (Foto: Niklas Rech/SR)

Kritik an Verzögerung bei SVolt-Produktion

Carolin Dylla / Onlinefassung: Rebecca Wehrmann   12.09.2022 | 17:28 Uhr

Die Ankündigung des Batterieherstellers SVolt, den Produktionsstart zu verschrieben stößt im Saarländischen Landtag auf unterschiedliche Reaktionen. Während laut SPD-Vorsitzendem Commerçon die Verzögerung keinen Anlass zur Sorge gibt, bewertet die CDU die Verschiebung als „schweren Rückschlag“.

Am vergangenen Freitag hatte der chinesische Batteriehersteller SVolt bekanntgegeben, dass sich der Produktionsstart für eine Batterie-Serienproduktion für E-Autos im Saarland verschieben wird. Statt wie ursprünglich Ende 2023 geplant, soll die Fertigung Ende 2027 oder sogar erst Anfang 2028 beginnen.

SPD betont positiv

Bei der Landespressekonferenz zeigte sich SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon am Montag wenig besorgt. Es sei erst einmal ein gutes Zeichen, dass SVolt volle Auftragsbücher habe und deswegen in Brandenburg schnell mit der Produktion starten muss, so Commerçon.

Video [aktueller bericht, 12.09.2022, Länge: 3:02 Min.]
Verschiebung von SVolt-Produktion erntet Kritik

Zudem habe das Unternehmen selbst betont, dass es bei der Vorbereitung der Ansiedlung keine Versäumnisse vonseiten des Landes gegeben habe. Im Gegensatz zu Brandenburg habe man im Saarland schlicht keine passenden Brownfields, also direkt nutzbare Industrieflächen, so Commerçon weiter.

CDU wirft Ex-Wirtschaftsministerin Versäumnisse vor

Genau dafür hätte die ehemalige Wirtschaftsministerin und jetzige Regierungschefin Anke Rehlinger aber sorgen müssen, findet CDU-Fraktionschef Stephan Toscani. Er warf Rehlinger vor, keine vorausschauende Industrieflächenpolitik betrieben zu haben.

SVolt-Verzögerung: SPD sieht keinen Anlass zur Sorge, CDU spricht von Rückschlag
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 12.09.2022, Länge: 03:06 Min.]
SVolt-Verzögerung: SPD sieht keinen Anlass zur Sorge, CDU spricht von Rückschlag

Die Ankündigung von SVolt, frühestens ab 2028 im Saarland zu produzieren, sei ein „schwerer Rückschlag“ für den Industriestandort. AfD-Fraktionschef Josef Dörr forderte, statt auf SVolt stärker auf alternative Wirtschaftszweige zu setzen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.09.2022 berichtet.

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