Schild: „Zentrale Ausländerbehörde Landesaufnahmestelle“ (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

Vier Neubauten für Landesaufnahmestelle geplant

Markus Person / Onlinefassung: Anne Staut   20.04.2022 | 13:00 Uhr

Bei einem Ortstermin in der Landesaufnahmestelle in Lebach hat Saar-Innenminister Bouillon am Mittwoch den Stand der geplanten Erweiterung vorgestellt. Bis 2024 will das Land rund 30 Millionen Euro in die Aufnahmestelle stecken – unter anderem für vier neue Gebäude. Die Hälfte der Summe ist bereits investiert.

Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hat am Mittwoch die Landesaufnahmestelle für Geflüchtete in Lebach besucht. Bei seinem Besuch ging es auch um die geplanten Erweiterungen.

Video [aktueller bericht 20.04.2022, Länge: 2:57 Min.]
Baufortschritt im Lebacher Ankerzentrum

Zwei Ersatzneubauten stehen bereits, ebenfalls abgeschlossen ist die Sanierung der Duschgelegenheiten. Vier weitere Gebäude sollen bis Mitte nächsten Jahres dazukommen und weitere Bestandsgebäude aus den 1960er-Jahren ersetzen.

Neue, kleinere Wohneinheiten

In den dutzenden, wesentlich kleineren Altbestandsbauten gelten über 190 Wohnungen seit Jahren als sanierungsbedürftig. Was mit diesen Gebäuden geschieht, ist noch unklar.

Die neuen Wohneinheiten werden kleiner, dafür zum Teil barrierefrei. Außerdem gibt es im Gegensatz zum Altbestand nun auch Duschen in den Einheiten.

Neubauten für Landesaufnahmestelle in Lebach
Audio [SR 3, Markus Person (c) SR, 20.04.2022, Länge: 02:29 Min.]
Neubauten für Landesaufnahmestelle in Lebach

Ersatzneubau für Kita geplant

Bis zu 600 Asylsuchende können nach Abschluss aller Baumaßnahmen in den fünf Neubauten untergebracht werden, so Bouillon. Außerdem wird es bis voraussichtlich 2024 auch einen Ersatzneubau für die Kindestagesstätte geben.

Die Hortplätze werden von 60 auf 80 Plätze erhöht, wobei je die Hälfte für Kinder aus Lebach und Kinder aus der Landesaufnahmestelle vorgesehen ist. Die Gesamtkapazität von 1200 Personen in Lebach wird sich durch die Baumaßnahmen nicht erhöhen.

Laut Ministerium wurde bereits 2015 mit der baulichen Erneuerung der Landesaufnahmestelle begonnen. Seitdem seien bereits 15 Millionen Euro investiert worden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 20.04.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja