Eine Handwerkerin verlegt Laminatboden (Foto: dpa/Caroline Seidel)

„LaminatePark“-Betriebsrat kritisiert Schließungspläne

  01.03.2019 | 16:28 Uhr

Der Betriebsrat des Eiweiler Bodenbelag-Herstellers „LaminatePark“ hat die Entscheidung der Firma, das Werk in Eiweiler komplett zu schließen, scharf kritisiert. Die Gründe dafür seien nicht belegt.

Betriebsrat will "LaminatePark" am Standort in Eiweiler retten
Audio [SR 3, Karin Mayer, 06.03.2019, Länge: 03:01 Min.]
Betriebsrat will "LaminatePark" am Standort in Eiweiler retten

Die Schließung kommt für den Betriebsrat völlig überraschend. Man sei erst am 19. Februar um 9.00 Uhr kurzfristig über die Pläne informiert worden, teilte der Betriebsratsvorsitzende Stefan Rau dem SR mit, also am gleichen Tag, als auch die übrigen Mitarbeiter davon erfuhren. „230 Kolleginnen und Kollegen wurden zutiefst von dieser nicht erwarteten und in keiner Weise vorhersehbaren Entscheidung bis ins Mark getroffen.“

Besonders bei den 90 Mitarbeitern zwischen 50 und 63 Jahren herrsche nun große Zukunftsangst, so Rau. In der Vergangenheit habe die Geschäftsleitung immer wieder den Erhalt des Standortes versprochen, zuletzt im Dezember vergangenen Jahres. Weiter habe die Geschäftsleitung damals mitgeteilt, dass alle anstehenden Investitionen eingeplant und von den Shareholdern bereits genehmigt worden seien.

Nicht nachvollziehbar

„LaminatePark“ ist im Besitz zweier weltweit agierenden Holzwerkstoffhersteller, der französischen Tarkett- und der portugiesischen Sonae-Gruppe. Das Unternehmen hatte vor einer Woche bekannt gegeben, dass das Werk in Eiweiler wegen des harten Wettbewerbs nicht mehr aufrecht erhalten werden könne. Eine Steigerung des Umsatzvolumens, strategische Partnerschaften oder ein Verkauf seien nicht möglich.

„Für den Betriebsrat sind diese Aussagen nicht belegt, nicht nachvollziehbar und auch nicht hinnehmbar“, so der Betriebsratsvorsitzende Rau. „Der Betriebsrat wird zusammen mit der IG Metall, unseren Rechtsanwälten und externen Wirtschaftsberatern alles dafür tun, den Standort zu erhalten.“ Rau versicherte, auch die Lokal- und Landespolitik habe bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.03.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen