Oskar Lafontaine von der Linken. (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

Lafontaine lehnt Verantwortung im Linken-Streit ab

Uli Hauck / Onlinefassung: Thomas Braun   06.08.2018 | 16:08 Uhr

Der Fraktionsvorsitzende der Saar-Linken, Oskar Lafontaine, sieht sich beim aktuellen Streit in der saarländischen Linkspartei nicht in der Verantwortung. Er verweist auf die Zuständigkeit der Parteiführung.

Lafontaine sagte in der Landespressekonferenz, es habe von Anfang an eine klare Absprache gegeben, wonach er für die Wahlkämpfe und für die Arbeit der Landtagsfraktion zuständig sei. Die Organisation der Landespartei sei von Anderen übernommen worden.

Lafontaine befürchtet keine weiteren Fraktionsaustritte

Trotz des Austritts der Landtagsabgeordneten Dagmar Ensch-Engel arbeitet die Linksfraktion nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden „solide“. Weitere Aus- oder Übertritte in andere Landtagsfraktionen befürchtet er deshalb nicht.

Im Juli hatten drei Mitglieder des Landesvorstands ihren Rücktritt erklärt und dabei von "tiefer Zerrissenheit des Landesverbandes“ gesprochen. Die Kritik richtete sich vor allem gegen eine "unselige Praxis der Mitgliedermanipulation". Ohne die Namen des stellvertretenden Parteichefs Andreas Neumann und des Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze zu nennen, kritisierte Lafontaine am Montag vor der Landespressekonferenz, dass bei Listenaufstellung für Wahlen in den vergangenen Jahren Mitglieder angeworben wurden, um Mehrheiten zu organisieren. Mittlerweile befasst sich mit diesem Vorwürfen auch die Staatsanwaltschaft.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.08.2018 berichtet.

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