Oskar Lafontaine (Foto: Felix Schneider/SR)

Lafontaine kritisiert Landesregierung

Florian Mayer   07.11.2020 | 08:56 Uhr

Der Fraktionschef der Saar-Linken, Oskar Lafontaine, hat im SR 2-Interview der Woche Zweifel an der Wirkung des geplanten Corona-Maßnahmengesetzes geäußert. Zudem kritisierte er eine fehlende Vorbereitung auf den Schulbetrieb in den Sommerferien.

Lafontaine kritisiert Landesregierung
Audio [SR 2, Florian Mayer, 07.11.2020, Länge: 16:10 Min.]
Lafontaine kritisiert Landesregierung

Das Corona-Gesetz stärkt die Position der Legislative in Ausnahmesituationen deutlich. So hat Ministerpräsident Tobias Hans das Corona-Maßnahmengesetz beschrieben. Für Lafontaine muss sich das erstmal noch beweisen, und besonders viel Hoffnung, dass es so kommt, hat er aktuell nicht: „Die Große Koalition hat eine große Mehrheit im Parlament und so lange die still halten und alles mitmachen, wird sich gar nichts ändern“, sagte der Oppositionsführer Im Interview der Woche mit dem SR.

Lafontaine fordert mehr Pflegepersonal

Der Fraktionschef kritisierte zudem, dass die Landesregierung zu spät auf die zweite Coronawelle reagiert und den Sommer nicht ausreichend zur Vorbereitung genutzt habe. Als Beispiel nannte Lafontaine, dass es zu lange gedauert habe, um nach den Sommerferien mehr Schulbusse zu organisieren oder Lüftungsgeräte für Schulräume anzuschaffen.

„Das zeigt eben, dass die Landesregierung nicht sorgfältig arbeitet“, so der Oppositionsführer. Mit Blick auf das kommende Jahr forderte er, möglichst schnell die Zahl der Pflegekräfte in den Krankenhäusern zu erhöhen. Bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung würden, glaubt Lafontaine, dazu führen, dass viele ehemalige Pflegekräfte schnell wieder in ihren alten Beruf zurückkehren würden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.11.2020 berichtet.

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